Nicht jedes derivative Produkt eignet sich zur steueroptimierten Geldanlage
Mit alternativen Investments dem Fiskus ein Schnippchen schlagen

Zertifikate sind bei Investoren ein voller Erfolg. Doch ein nahe liegendes Thema wird von vielen Anlegern hartnäckig ignoriert: die Frage, wie man mit Zertifikaten Steuern sparen kann. Dabei kann gerade die Steuerersparnis ein wichtiges Argument dafür sein, Geld in Zertifikate statt in Aktien oder Fonds zu investieren.

HB DÜSSELDORF.Denn grundsätzlich sind auch die Dividenden aus Aktienanlagen steuerpflichtig. Und Statistiken belegen, dass Dividenden langfristig mehr als ein Drittel des Gesamtertrags mit Aktien ausmachen. Dividendenausschüttungen zählen jedoch zu den steuerpflichtigen Erträgen. Wird der Freibetrag überschritten, sinken die Erträge eines Anlegers aus Aktienanlagen. Das schmälert rasch ursprüngliche Renditeziele.

Bisher werden die meisten Zertifikate so wie die Optionsscheine besteuert. Die Gewinne gelten als „Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften“. Wer das Papier länger als die so genannte Spekulationsfrist, das heißt ein Jahr hält, kann Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen. Dies gilt auch für jene Erträge, die eigentlich aus Dividenden stammen – wie etwa bei Zertifikaten auf so genannte Performance-Indizes, bei denen die gezahlten Dividenden in die Wertentwicklung einfließen. Die Dividendenbesteuerung entfällt hier. Dieses Prinzip lässt sich auch mit Zertifikaten auf Anleihen und Einzelwerte umsetzen. So lassen sich Steuern auf Dividenden und Zinserträge senken.

Auch bei so genannten Preisindizes, bei denen die Dividenden nicht in die Wertentwicklung einfließen, kann ein Investment in Zertifikate dem Anleger deutliche Vorteile bescheren.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Ein Investor, der mittels eines Fonds in den Dow Jones Eurostoxx 50 investiert, muss die Dividendenerträge aus den im Index beziehungsweise im Fonds enthaltenen Aktien versteuern. Dafür besteht die Aussicht auf Kursgewinne, die nach Ablauf der Haltefrist steuerfrei sind. Alternativ könnte der Anleger aber in ein so genanntes „Doppelperformance-Zertifikat“, bezogen auf eben diesen europäischen Leitindex, investieren. Hier verzichtet er zwar auf die für ihn steuerpflichtigen Dividenden. Im Gegenzug gewährt ihm aber der Emittent eine doppelte Beteiligung an den Kursgewinnen. An eventuellen Verlusten nimmt der Anleger hingegen nur im Verhältnis eins zu eins entsprechend dem Index teil. Dieser Tausch von steuerpflichtigen Erträgen in sogar überproportionale steuerfreie Kursgewinne kann recht einfach durch Zertifikate vollzogen werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Kurse tatsächlich steigen.

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