Nur weil Aktienkurse kräftig gestiegen sind, müssen sie noch nicht teuer sein
Aus der Vergangenheit lernen heißt siegen lernen

Erzähle mir die Vergangenheit, und ich werde die Zukunft erkennen“, war vor 2 500 Jahren die Erkenntnis des chinesischen Philosophen Konfuzius. Um ein Gespür für die Verfassung und Entwicklung der Märkte zu bekommen, hilft es, Trends der Vergangenheit zu analysieren, um so Fehldeutungen für 2004 zu vermeiden.

DÜSELDORF. Anleger, die Anfang des Jahres auf Continental und Puma setzten, bewiesen ein gutes Gespür für die Börse. Beide Aktien legten über 100 Prozent zu. Das ist bemerkenswert, weil die Titel nicht wie viele andere gnadenlos abgestürzt waren. Der Dax-Aufsteiger und der schwergewichtige M-Dax Wert sind vielmehr Aktien mit langer Erfolgsstory. Wer die lukrativsten Aktien finden will, braucht Glück und eine gute Einschätzung des Marktes. Denn noch so tolle Perspektiven eines Unternehmens helfen einer Aktie kaum, wenn die Börsen fallen oder gar einbrechen wie Anfang 2003.

Zu den grundlegenden Fehleinschätzungen im vergangenen Frühjahr gehörte, dass Aktienkurse solider Blue Chips nicht immer tiefer fallen können. Sie können! Selbst dann, wenn gestandene Unternehmen an der Börse weniger kosten, als sie an Eigenkapital ausweisen. So geschah es vor neun Monaten.

Aktienkurse entsprechen nie ihrem wahren Wert, sondern notieren immer höher oder tiefer. Gäbe es einen „richtigen“ Wert, wäre die Börse und jeder Handel überflüssig, weil der Kurs stagnieren würde.

Fazit eins: Bewertungen spielen kurzfristig vor allem dann keine Rolle, wenn die Börsen erst einmal einen klaren Trend eingeschlagen haben. Das war Anfang 2000 so, als die Kurse trotz krasser Überbewertung der Unternehmen immer weiter und schneller nach oben gingen. Und das war Anfang 2003 so, als der Deutsche Aktienindex (Dax) in drei Jahren mehr als 75 % seines Wertes verloren hatte und sich mit immer rasenderer Geschwindigkeit der Null-Marke zu nähern schien.

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