Ölpreis und Dollar sind Risikofaktoren
Deutsche Aktien bieten gute Chancen

Die Aktienkultur in Deutschland hat in den vergangenen Jahren seit dem Platzen der New-Economy-Blase merklich gelitten.

Die Aktienkultur in Deutschland hat in den vergangenen Jahren seit dem Platzen der New-Economy-Blase merklich gelitten. Deutschland ein „Volk der Aktionäre“ – der Weg dorthin hat sich seitdem verlängert. Grund dafür ist in erster Linie der enorme Vertrauensverlust gegenüber Aktien, der in weiten Kreisen zu verzeichnen ist. Dabei wird allerdings übersehen, dass mit Aktien trotz mehrerer kritischer Phasen in den vergangenen Jahrzehnten eine ansehnliche Rendite erzielt werden konnte. Die Rückbesinnung hierauf könnte mit der verstärkten Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge gelingen. Nationalen wie internationalen Anlegern bietet der deutsche Aktienmarkt derzeit eine attraktive Bewertung. Die Kurse dürften weiter steigen.

In der Spitze besaßen zuletzt 9,7 Prozent aller Deutschen über 14 Jahren Aktien – dies war im Jahr 2000. Bei Aktienfonds-Engagements lag der Spitzenwert bei 11,1 Prozent im Jahr 2001. Zum Vergleich: 1997 lag der Anteil der Direkt-Aktionäre bei 6,2 Prozent, der von Aktienfonds-Besitzern lediglich bei 2,8 Prozent. Und heute? Ende 2004 waren 7,1 Prozent der Deutschen über 14 Jahren Aktionäre, 8,0 Prozent Anteilseigner von Aktienfonds.

Einerseits zeigen diese Zahlen eine gewisse Abkehr der Anleger vom Aktienmarkt seit dem Platzen der New-Economy-Blase. Bleiben die Extreme der New-Economy-Zeit außen vor, lassen sie andererseits jedoch auch erkennen, dass sich in der deutschen Bevölkerung über einen längeren Zeitraum hinweg ein Vertrauen gegenüber Aktien entwickelt hat. Dies spiegelt sich vor allem in der Zahl der Aktienfonds-Besitzer wider. Auch wenn die Deutschen noch kein „Volk der Aktionäre“ sind, eine völlige Abkehr von der Aktie hat es allen Unkenrufen zum Trotz nicht gegeben.

Dies ist gut und wichtig zugleich. Angesichts der zu erwartenden Altersstruktur in der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten und der damit verbundenen Schwierigkeiten, eine umlagefinanzierte Altersversorgung in ausreichendem Maße sicherzustellen, dürfte der Aktienmarkt auf mittlere und längere Sicht wieder spürbar an Attraktivität gewinnen. Für eine langfristige Kapitalbildung dürfte kein Weg an der Aktie vorbeigehen. Studien zeigen beispielsweise, dass deutsche Aktien im historischen Zeitraum von mehr als 100 Jahren im Schnitt ein nominales Wachstum von knapp sieben Prozent (real: fünf Prozent) pro Jahr erzielten.

Seite 1:

Deutsche Aktien bieten gute Chancen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%