Online-Broker haben stark variierende Preismodelle
Anlageprofil entscheidet über Orderkosten

Mit den Online-Brokern ist das wie mit den Handy-Tarifen: Verbraucher stehen einem Dschungel an Gebühren, Produkten und Serviceleistungen gegenüber. Die Anbieter scheinen nur eines im Sinn zu haben: ihre Preise so kompliziert wie möglich zu halten. Denn je undurchsichtiger die Konditionen, desto größer ist die Chance, bei einem bestimmten Kriterium den Titel des „Günstigsten“ oder „Besten“ zu ergattern.

FRANKFURT/M. „Bevor man sich für einen Online-Broker entscheidet, sollte man unbedingt das eigene Anlageprofil klären“, sagt Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Je nach Umsatz des Kunden variieren die Transaktionspreise enorm. Die Auswahl des „richtigen“ Online-Brokers ist daher eine individuelle Angelegenheit. Grundsätzlich gilt: Viel-Trader achten auf geringe Ordergebühren, weniger aktive Kunden sollten auf geringe Kosten Wert legen.

Von den 15 wichtigsten Direktbanken verzichten acht generell auf Depotgebühren (siehe „Online Depot-Entgelte“). Bei den übrigen ist das Verwahrentgelt an die Handelsaktivitäten geknüpft. Nur 1822 direkt und Postbank easytrade erheben grundsätzlich Depotgebühren.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Preisunterschiede in Abhängigkeit vom Anlageverhalten: Bei einer Aktienorder pro Monat belegt der auf Viel-Trader spezialisierte Broker E-Trade Bank den letzten Platz. Schon eine Erhöhung der Orderzahl auf fünf pro Monat lässt ihn jedoch acht Plätze gut machen. Dagegen unterscheiden sich die großen Anbieter wie Cortal Consors und DAB kaum in den Gebührenmodellen. Einzig die Minimal- und Maximalbeträge der Ordergebühren variieren hier. Am überschaubarsten halten Citibank und die DKB Deutsche Kreditbank ihr Angebot. Beide verlangen unabhängig von der Ordergröße stets den gleichen Preis.

Bei E-Trade wird die erste Order vor allem durch die relativ hohen Grundgebühren teuer. Andererseits sind die Handelsgebühren vergleichsweise günstig. Bei häufigen Depotumschichtungen macht sich dies stark bemerkbar. Das dürfte besonders so genannte Heavy Trader interessieren, die in der Regel mehrere hundert Orders im Quartal tätigen. Manche Anbieter bieten Rabatte für besonders aktive Kunden.

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