Pimco empfiehlt ...
Die illustren Anlage-Tipps einer Fondsgesellschaft

Pimco ist weltbekannt für seine Analysen zu den Anleihemärkten, insbesondere den Staatsbonds. Bundesanleihen meiden, verkündeten die Amerikaner jüngst. Nun haben sie eine ganz andere Empfehlung für Anleger parat.
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New YorkDie Fondsmanager von Pimco melden sich oft zu Wort in diesen Tagen. Meist geht es um das Thema Staatsanleihen, die Zukunft Europas. Und da sind die Amerikaner äußerst skeptisch. Die Renditen spanischer Anleihen müssten um mindestens 400 Basispunkte sinken, damit das Land zahlungsfähig bleibe, ließ Bill Gross kürzlich via Twitter verlauten. Gross ist der bekannteste Kopf von Pimco; er managt den weltweit größten Bonds-Fonds bei Pacific, der Allianz-Tochter.

Zuletzt war die Rendite zehnjähriger spanischer Bonds um 50 Basispunkte gesunken - auf 6,80 Prozent. Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte gesagt, sein Haus werde alles tun, um den Euro zu sichern. “Wie dem auch sei”, schrieb Gross auf seiner Twitter-Seite. “Sie brauchen 400 Basispunkte oder mehr, um auf lange Sicht solvent zu bleiben.” Nun haben der Bondkönig, wie Gross gerne genannt wird, und seine Pimco-Kollegen einen anderen Rat für ihre Anleger parat:

Während die europäische Krise rund um Staatsschulden und die drohenden Einsparungen in den USA die Weltkonjunktur bedrohen, rät Pimco zu Anlagen in Sektoren, die enge Verbindungen zu Regionen mit den besten Wachstumsaussichten haben. Das geht aus dem Bericht „Diamonds in the Rough” (Rohdiamanten) hervor, der am Montag veröffentlicht wurde. Darin werden unter anderem Anleihen aus diesen Branchen empfohlen:

Glücksspiel/Hotels: Firmen wie Las Vegas Sands Corp., die teils 90 Prozent ihres Gewinns vor Steuern, Zinsen und Sonderposten in Asien erzielen, dürften vom rasanten Glücksspiel-Wachstum in Asien profitieren.

Automobil: Ein geringeres Angebot an Fahrzeugen und die immer älter werdenden Autos auf den Straßen sollten besonders einigen Firmen aus den USA helfen, die Autokäufe finanzieren.

Chemie: Unternehmen, die Chemikalien wie etwa Ethan aufbereiten, können von den geringen Preisen für flüssiges Erdgas profitieren.

Pipelines: Betreiber von Pipelines in der Nähe von Öl- und Gas-Schiefer-Regionen sollten von der steigenden Ölproduktion der Amerikaner profitieren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Das hat mit höflich nichts zu tun. Mit so einer Wortwahl macht man Stimmung anstatt objektiv zu berichten/beurteilen. Und wieso sind diese Empfehlungen "illuster"?

  • Das Adjektiv illuster ist sogar noch sehr höflich ausgedrückt.

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