Pimco-Warnung

Achtung, Einbruch voraus!

Die Lage an den Finanzmärkten hat sich gerade stabilisiert, da droht der nächste Rückschlag. Experten von Pimco warnen vor einem spürbaren Konjunkturabschwung. Kritisch sei die Lage. Und das liege nicht (nur) an Europa.
22 Kommentare
Pimco-Starmanager Bill Gross. Quelle: BLOOMBERG NEWS

Pimco-Starmanager Bill Gross.

(Foto: BLOOMBERG NEWS)

New YorkDie Weltwirtschaft wird im nächsten Jahr deutlich schwächer wachsen, als bislang von vielen Ökonomen erwartet. Und das liegt vor allem an der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt, den USA. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten von Pacific Investment Management (Pimco), Verwalter des weltgrößten Anleihefonds.
Das globale Wachstum wird auf 1,3 Prozent bis 1,8 Prozent nachlassen - von etwa zwei Prozent in diesem Jahr, sagte Saumil Parikh, ein Portfolio-Manager bei der Tochtergesellschaft der Allianz SE, in einem Dezember-Bericht, der auf der Website von Pimco veröffentlicht wurde. Kritisch nennt er darin die Situation.

Als Begründung verwies er darauf, dass der Privatsektor nicht gesund genug sei, um einzuspringen und Kredite zu vergeben, angesichts der Entschuldung. Von Bloomberg befragte Volkswirte rechnen bislang mit einem Zuwachs der Weltwirtschaft um 2,5 Prozent in 2013.

“Die Zentralbanken haben damit Erfolg, die Preise von Vermögenswerten anzuheben, sie werden unserer Ansicht nach jedoch schrittweise immer weniger erfolgreich damit sein, der Realwirtschaft zu helfen”, sagte Parikh im Telefoninterview mit Bloomberg vor der Veröffentlichung des Berichts. “Die schwache Wachstumsrate bei den Unternehmensgewinnen und die schwache Rate bei Investments bringen ein Wachstum der Weltwirtschaft nahe einer kritischen Geschwindigkeit.”

Das US-Wirtschaftswachstum wird 2013 auf 1,25 Prozent bis 1,75 Prozent sinken - verglichen mit 2,2 Prozent in den vier Quartalen bis Ende September, heißt es in dem Dezember-Bericht weiter. Im Schnitt rechnen 79 von Bloomberg befragte Ökonomen mit zwei Prozent Zuwachs in 2013. Zu Pimco gehört der 285 Mrd. Dollar schwere Total Return Fund, der von Bill Gross verwaltet wird und der größte in der Branche ist.

Nix wie raus mit Hypothekenpapieren
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

22 Kommentare zu "Pimco-Warnung: Achtung, Konjunktureinbruch voraus!"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Geil: "Die Weltwirtschaft wird im nächsten Jahr deutlich schwächer wachsen, als bislang von vielen Ökonomen erwartet." Sagen andere Ökonomen! Komm mir vor wie bei Piet Kloke!

  • Wachstum erhöht das BIP. Bei Nullwachstum oder sogar rückläufigem BIP steigt die Staatsverschuldung relativ zum BIP, was auf Dauer die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen gefährdet. Hinzu kommt, dass die Staatsverschuldung weiter steigt, weil es dem Staat selbst in konjunkturell guten Zeiten nicht gelingt netto Schulden zu tilgen.

  • "Über repräsentative Mehrheitsmeinungen sagen Befragungen rein gar nichts aus."

    Logisch. Allerdings muss ich ntv erstaunlicherweise zu Gute halten, dass in letzter Zeit bei den Telefonumfragen ganz brauchbare Ergebnisse rauskamen, die nicht gerade dem Interesse der Einheitspartei und der Mainstreammedien entsprachen.
    Aber vielleicht gab es bei ntv bzw. Bertelsmann mal wieder einen Anruf aus dem Kanzleramt...

  • Wenn Dein Geld so gut arbeitet, dann drück ihm doch ne Schippe in die Hand! Nur dumme Systemtreue labern so einen Bullshit nach! Geld kann nicht arbeiten! Das können nur Menschen! Aber irgendwann ist die Grenze erreicht!

  • Wie kommen so linientreue Umfragen zustande?

    Überall in Deutschland gibt's Wohnbaugenossenschaften. Manche sind für alle offen, manche fordern die Bürgschaft/Empfehlung eines Mitglieds und manche nehmen nur bestimmte Bevölkerungsgruppen auf.

    Es gibt auch Wohnbau-Genossenschaften, die ausschließlich Beamte aufnehmen. Auch Staatsdiener haben privates Telefon, meistens sogar mit Adresse öffentlich verzeichnet. Man hat ja schon von Berufs wegen "nichts zu verbergen"...

    Klappert man als "Meinungs-Institut" telefonisch als erstes diese Liegenschaften ab, bekommt man IMMER vorneweg eine linientreue Mehrheit. Denn bei dem unerwarteten Anruf könnte es sich ja auch um eine Sicherheitsüberprüfung handeln, die bei falscher Antwort die eigene Beförderung gefährdet...

    Und damit die Prozente nicht ganz so sozialistisch ausfallen, werden die 99,9% Linientreue hinterher so lange durch Zufalls-Befragungen verdünnt, bis das Wunschergebnis der Öffentlichkeit plausibel erscheinen könnte.

    Wenn alle befragten Bürger ohne Soldbuch dagegen sind, hört man einfach früher auf. Sind sogar von den bürgerlichen Bürgern ein paar dafür, fragt man eben getrieben durch die Zielquote ein paar mehr.

    Über repräsentative Mehrheitsmeinungen sagen Befragungen rein gar nichts aus.

  • Früher nannte man Wirtschaftsökonomen ... Hellseher.
    Das sind Kaffeesatzleser deren Abi Note so schlecht war, dass nur noch Ökonomie übrig blieb.
    Diese Scharlatane einfach ignorieren u. fleißig weiter investieren u. konsumieren.
    D ist u. bleibt für Hochqualifizierte ein Paradies.

  • @ Gurkenmurkser

    Deine Name scheint Programm zu sein!

  • Eben. Und die Gehirnwäsche der Doofdeutschen funktioniert. Auf ntv kam gerade, dass 86% der Anrufer mehr Kameraüberwachung für nötig halten. Gratulation an das System: Hat wieder geklappt, der doofdeutsche Hohlkonsument ist wieder drauf reingefallen.
    Was will man da noch erwarten...??

  • Ja das müssen wir, denn würden wir das nicht mehr tun, kämen wir mit der Zeit und ohne all diesem sinnlosen Quatsch vielleicht plötzlich auf die Idee mehr über das Leben etc. nachzudenken, was wir tun, wo unsere Stelle ist und wie wir uns selbst weiterentwickeln könnten...wir würden Dinge in Frage stellen und das würde so manchen HErrschaften gar nicht gefallen.

  • Bravo!

    Der Kommentar des Tages.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%