Pipelinegeschäft zieht an
Analysten setzen wieder auf Stahlwerte

„Der Stahlmarkt boomt wie selten zuvor“, meint Pascal Spano von der Deutschen Bank. In diesem Jahr könnten nach Meinung der Analysten viele Konzerne die besten Ergebnisse seit über zehn Jahren erzielen. Für Anleger seien vor allem die Produzenten von Stahlröhren interessant.

DÜSSELDORF. Spano stuft die Aktie des größten Stahlproduzenten der Welt, die französische Arcelor, daher mit „kaufen ein – und steht damit nicht allein: Laut der Agentur Bloomberg geben 22 der 28 Analysten ebenfalls eine Kauf-Empfehlung ab.

Noch positiver fallen die Urteile über Unternehmen aus, die Röhren produzieren. Diese profitieren nicht nur wie sämtliche Stahlkonzerne von der anziehenden Weltkonjunktur und dem steigenden Stahlbedarf in China, sondern auch von der erst spät im Zyklus einsetzenden Nachfrage der Ölkonzerne. Das verspricht derzeit einen zusätzlichen Wachstumsschub. „Gerade die großen Ölfirmen investieren jetzt wieder“, sagt Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Entscheidend dafür sei, dass Öl auch nach dem Ende des Irakkrieges weiterhin teuer ist. „Lange Zeit wurde der hohe Preis als Risikoprämie verstanden“, sagt Hofmann. Da nach dem Ende der Krise der Preis aber konstant auf einem hohen Niveau blieb, beginnen die Ölgiganten, neue Pipelines zu verlegen.

Hofmanns Favorit ist die Aktie von Salzgitter, die allein mit Röhren rund ein Viertel des gesamten Umsatzes erzielt. Er stuft die Titel daher als „Outperformer“ ein und schätzt den fairen Wert auf 12,50 Euro, gut 25 Prozent mehr als der aktuelle Kurs.

Auch Karin Meibeyer von der NordLB rät, den Titel zu „akkumulieren“. Und das, obwohl nicht nur der Stahlpreis sondern auch die Kosten für Eisenerz, Energie und Fracht in den letzten Monaten gestiegen sind. „Der schwache Dollar kompensiert einen Großteil dieser Kosten“, sagt die Analystin.

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