Planspiel Börse
Aktiendepots verlieren erheblich an Wert

Der Rückschlag an den Weltbörsen macht auch vor den Teilnehmern des Planspiel Börse nicht Halt. Viele Depots haben zuletzt kräftig an Wert verloren. Einige Teams ziehen Konsequenzen: Sie verkaufen ihre Wertpapiere und warten erst einmal auf bessere Zeiten an den Märkten.

STUTTGART. Die Aktienmärkte legen derzeit eine Verschnaufpause ein. An den Depots der Teilnehmer des Planspiels Börse geht dieser Abschwung nicht vorbei: Sie haben gegenüber der Vorwoche kräftig Federn gelassen. Noch vor sieben Tagen betrug der Wert des besten Schüler-Depots 56 700 Euro. Der Spitzenreiter dieser Woche, die „Werdenfels Top Brokers“ aus Oberau, kommt nur noch auf 53 300 Euro.

Die von der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen betreuten Jungbroker haben angesichts des Kursverfalls die Notbremse gezogen und alle Wertpapiere verkauft. Bei der Aktie von Microsoft gelang hierbei sogar noch eine Gewinnmitnahme. Das Papier war am 5. Oktober für 16,81 Euro ins Depot gekommen und wurde am 26. Oktober für 18,85 Euro verkauft. Bei Apple Computer indessen hat die Spielgruppe von Johannes Ostler den richtigen Zeitpunkt verpasst. 4940 Euro kosteten die 38 Aktien beim Kauf, nur 4482 Euro brachten sie gleich am nächsten Tag wieder ein.

Schülerteams stoßen Aktien von Apple und Microsoft ab

Die Aktienstrategen an den Börsen können sich den Einbruch an den Märkten nicht ganz erklären. Großes Erstaunen lösen die Rückgänge aber auch nicht aus, da eine Korrektur für viele Analysten längst überfällig war. Seit März sind die Kurse kontinuierlich nach oben gegangen, weshalb es inzwischen viele Gewinnmitnahmen gibt. Nicht anders haben die besten Teams des Planspiels gehandelt. In den Depots herrscht vielerorts Ebbe, wie etwa bei den drittplatzierten „Teenage Millionairs“ vom Wirtschaftsgymnasium Dornhan-Weiden. Auch diese Spielgruppe hat sich an der Aktie von Apple Computer die Finger verbrannt, ist durch frühzeitigen Verkauf aber noch glimpflich davon gekommen. „Da die Kurse zurzeit auf breiter Front bröckeln, haben wir unser Depot eingefroren und warten auf bessere Zeiten“, erklärt der Leiter der Spielgruppe, Kevin Springwald.

Das Team hat auch Microsoft wieder abgestoßen, sogar mit kleinem Gewinn. Damit waren die „Millionairs“ jedoch nicht zufrieden: „Wegen der Einführung von Windows 7 hatten wir auf eine bessere Performance gehofft“, so Springwald. Mit 53 240 Euro hat die Gruppe von der Sparkasse Freudenstadt derzeit nur 60 Euro weniger im Depot als die führenden „Werdenfels Top Brokers“.

Als vergleichsweise resistent gegenüber den schwächelnden Börsen haben sich Nachhaltigkeits-Anlagen erwiesen. Die Spielgruppen, die auf solche Aktien setzten, konnten in dieser Woche Boden gutmachen.

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