Planspiel Börse
Die Sieger 2007: Mit ruhiger Hand zum Erfolg

Sie machten ihrem Namen alle Ehre: Das Schülerteam „Die Sieger“ schlug beim Planspiel Börse selbst Anlageprofis. Ihre Erfolgsstrategie: Eine ruhige Hand. Das größte Schüler-Börsenspiel Europas, dessen Kooperationspartner das Handelsblatt ist, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

rob. BERLIN. Für einen Tag waren Schüler die Investmentstars unter den Börsianern. Vor laufenden Kameras und unter Blitzlichtgewitter wurden Schüler des Berufsschulzentrums Wirtschaft und Sozialwesen Schwarzenberg am Freitag Abend im Berliner E-Werk ausgezeichnet. „Die Sieger“ Norman Goll und Carsten Rose machten dem Namen ihres Spielteams alle Ehre und gewannen das 25. Planspiel Börse gegen eine Rekordkonkurrenz von über 46 300 Mannschaften in Deutschland und Europa. Ein Kursgewinn von rund 30 Prozent in ihrem Depot brachte ihnen Platz eins.

Das Planspiel Börse ist das größte Wirtschaftslernspiel in Europa. Schüler lernen dabei „spielerisch den Umgang mit der Börse“, sagte Bildungsministerin Annette Schavan, die zum 25-jährigen Bestehen die Schirmherrschaft für das Spiel übernommen hatte. Außerdem werden den Jugendlichen die Funktionsweise der Wirtschaft, ökonomische Zusammenhänge und den richtige Umgang mit Geld näher gebracht.

Jährlich nehmen rund 200 000 Teilnehmer meist im Alter von 14 bis 19 Jahren teil. Gespielt wird zeitgleich in sieben europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Österreich und Spanien. Seit dem Beginn des Spiels im Jahr 1983 haben rund fünf Millionen Spieler und etwa 900 000 Spielteams teilgenommen. Das Startkapital beträgt 50 000 Euro. Mehr als 90 Prozent der Sparkassen in Deutschland ermöglichen Lehrern und Schülern die Teilnahme am Planspiel Börse. Das Handelsblatt ist Kooperationspartner.

Die beiden Sieger unter den Jung-Börsianern kamen innerhalb von gut zehn Wochen auf einen Kursgewinn von 15 300 Euro. „Das Spiel hat erneut gezeugt, dass diejenigen Teams in der Regel erfolgreicher waren, die mit ruhiger Hand gehandelt haben und die so genannten Zocker - die schnell kaufen und verkaufen - das Nachsehen hatten“, machte der Präsident den Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, die Gewinnerstrategie deutlich.

Schon früh hatten sich die von der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg betreuten Sachsen auf die Aktien von Apple, die beiden Solarhersteller Q-Cells und Solarworld sowie an den Navigationshersteller Tele Atlas festgelegt. Sie ließen die anderen möglichen 171 Wertpapiere an sechs europäischen Börsenplätzen, unter anderem Frankfurt, Paris und Mailand, links liegen. Auch zwischenzeitliche Kurseinbrüche bei beiden Solarwerten saßen sie aus. „Es bestand immer die Hoffnung, dass die Werte wieder steigen – und so kam es dann auch“, erklärt Rose. Vor allem der Aktie von Q-Cells hatten sie letztlich ihren Sieg zu verdanken.

Außer den beiden Gewinnern wurden die fünf nächstplatzierten Spielgruppen für ihre Leistungen ausgezeichnet. Die Schülergruppe „All-In!“ der beruflichen gymnasialen Oberstufe des beruflichen Schulzentrums Odenwaldkreis Michelstadt kamen mit einem Depotwert von 63 370 Euro auf Platz zwei. Betreuer war die Sparkasse Odenwaldkreis. Sie verwiesen das Team „Wertlos“ der Hauptschule Herscheid, betreut von der Sparkasse Lüdenscheid, auf den dritten Rang. Gefolgt wurden diese von Die „Babbsäck“ der Dreieichschule Langen (Betreuer Sparkasse Langen-Seligenstadt). Rang fünf ging an die „Heros of Hiltown“ des Gymnasiums Andreanum Hildesheim (Betreuer Sparkasse Hildesheim). Und die „Chicken Wings“ der Wigbertschule Hünfeld (Betreuer Sparkasse Fulda) wurden Sechste.

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