Planspiel Börse
Erstmals kämpfen auch Studenten um Renditen

Das Planspiel Börse wartet in diesem Jahr mit einem Novum auf: Erstmals können auch Studenten am Börsenspiel der Sparkassen teilnehmen. Die akademischen Jungbroker treten in einem eigenen Wettbewerb an und werden dafür gleich mit 100 000 Euro fiktivem Startkapital ausgestattet.

BERLIN. Zwar ist der Studentenwettbewerb auf einige ausgewählte Sparkassen in ganz Deutschland beschränkt, doch ist eine stattliche Teilnehmerzahl zusammen gekommen: 664 Depots wurden eröffnet.

In den ersten acht Wochen des Planspiels haben sich die Studenten wacker geschlagen. Die Renditen der Schüler und der Sparkassen-Azubis erreichen sie bisher allerdings noch nicht. Um 17 Prozent haben die besten Sparkassen-Azubis ihre Depotwerte gesteigert, sogar 20 Prozent sind es bei den Schülergruppen. Das beste Studenten-Depot liegt dagegen „nur“ acht Prozent im Plus. Beim Zweitplatzierten sind es drei Prozent. Dabei weisen lediglich 7,9 Prozent der Depots überhaupt einen Überschuss auf.

Der Tabellenführer, Daniel Sasse von der Philipps-Universität Marburg, hat sich von allen Wertpapieren vorerst getrennt. 108 306 Euro lagern im Depot, angesammelt vor allem durch Zertifikate. Seinen Vorsprung gegenüber den Verfolgern will Physikstudent Sasse nun erst einmal einfrieren - auch weil ihm die Uni zurzeit wenig Gelegenheit lässt, Finanznachrichten zu verfolgen.

Auf dem zweiten Platz liegt Jakob Uhrmann von der Fachhochschule Deggendorf. In seinem Depot stapeln sich Zertifikate, dazu kommen sieben Einzelaktien. Auch bei ihm sucht man die Top-Papiere der letzten Wochen vergebens: Weder Google, Teleatlas noch Q-Cells waren je vertreten. So weist das Depot bescheidene 3 200 Euro auf der Gewinnseite aus, was im Studentenwettbewerb für eine Spitzenplatzierung reicht.

Dass die Studenten mit ihren Gewinnen den anderen Teilnehmern am Planspiel Börse zurzeit noch hinterherhinken, hat nicht zuletzt mit den Regeln der Kombinatorik zu tun. Über 40 000 Spielgruppen nehmen am Schülerwettbewerb teil, 664 sind es bei den Jungakademikern. Die Wahrscheinlichkeit, durch eine Mischung aus Intuition, Information und glücklichem Händchen ein Gewinnerdepot zusammenzustellen, liegt bei den Schülern damit ungleich höher. Gleichzeitig machen die mit viel Überlegung eingerichteten Depots der Studenten deutlich, wie schwer es zurzeit ist, mit Wertpapieren Geld zu verdienen.

Im Schülerwettbewerb liefern sich die „Erzgebirgs-Broker“ aus Sachsen ein packendes Kopf-an- Kopf-Rennen mit der Essener „Kelly-Family“ und den „Vier Fäusten für ein Halleluja“ aus dem Harz. Ihre zeitweise Zurückhaltung haben die „Kellys“ wieder aufgegeben. Dank Deutscher Bank und einem Geldmarktfonds der DekaBank übernahm die Gruppe mit knapp 60 000 Euro die Tabellenführung. Bei den „Vier Fäusten“ indes herrscht völlige Ebbe im Depot, während die drittplatzierten „Erzgebirgs-Broker“ mit Apple, Escada, Solarworld und Union Fenosa nach vorn stoßen.

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