Planspiel Börse
Software AG bessert Depots auf

Deutsche Aktien ziehen dank der konjunkturellen Erholung wieder leicht an. Damit wachsen auch die Depots beim Planspiel Börse. Eine Schülergruppe aus Bergkamen hat nun die Spitzenposition übernommen. Die Schüler setzten auf wenige Aktien mit hohen Wachstumsraten.

BERLIN. Die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung wirkt sich positiv auf die Aktienmärkte aus. Um 3,6 Prozent stieg der Dax in der vergangenen Woche, wovon die Depots im Planspiel Börse kräftig profitieren konnten. Der Wettbewerb unter deutschen Schülerteams wird von den Sparkassen veranstaltet. Das beste Schülerteam, die Spielgruppe „simmd“ der Sparkasse Bergkamen-Bönen, verfügt derzeit über einen Depotwert von 58 300 Euro. Gemessen am Startkapital von 50 000 Euro bedeutet dies eine Rendite von rund 16,5 Prozent. Noch in der Vorwoche kamen die Top-Teams auf ein Plus von nur 13,5 Prozent.

Das Schülerteam ist dabei eher gelassen vorgegangen. Mit vier Aktien hat die Spielgruppe bisher gehandelt und damit dieses Ergebnis erreicht. Alle vier Titel entwickelten sich positiv, was den jungen Anlegern ein gutes Gespür bescheinigt. Zum Topwert entwickelte sich dabei das Papier der Software AG. Der zweitgrößte Softwarehersteller Deutschlands hat dank einer Vertriebsoffensive und gedrückter Kosten im dritten Quartal ein starkes Ergebnis erreicht. Seit der Veröffentlichung der Zahlen ist der Aktienkurs stetig gestiegen. Für 57,18 Euro hatten „simmd“ das Wertpapier am 7. Oktober ins Depot genommen, jetzt liegt die Aktie bei über 74 Euro. Allein diese Aktie hat den Gymnasiasten von der Willy-Brandt-Gesamtschule ein Depotplus von 5 500 Euro beschert. Damit ist sie das Top-Papier dieser Spielrunde, das zugleich die Spreu vom Weizen trennt: An der Tabellenspitze bildet die Software AG in fast jedem Depot ein Schwergewicht.

Zugewinne haben die Tabellenführer auch mit McDonald’s erzielt. Die Fast-Food-Kette hat ihre Umsätze im Oktober um 3,3 Prozent gesteigert. Von anfangs 38,80 Euro legte die Aktie daraufhin um vier Euro zu, was den Gesamtgewinn um weitere 2 000 Euro wachsen ließ. Auch Beiersdorf und Total entwickelten sich positiv. Damit können die Bergkamener ihre Konkurrenz auf Distanz halten .

Auf dem dritten Platz befindet sich die Spielgruppe „Partybörse“ der Sparkasse Niederlausitz. Sie haben 1 100 Euro weniger im Depot als der Tabellenführer. Die Software AG hat auch in ihrem Portfolio für die höchsten Zugewinne gesorgt, allerdings begleitet von Apple. Nie zuvor hat Apple so viele Macs und iPhones verkauft wie jetzt, und der Aktienkurs dankt es. 128,73 Euro kostete die Aktie am 9. Oktober, inzwischen hat der Kurs auf 137,25 Euro erreicht.

Einen Rückschlag erlitt das Team der Sparkasse Niederlausitz mit der VW-Aktie. 9 100 Euro hat die „Partybörse“ für das Wertpapier bezahlt, doch der Kurs gab nach. Bevor die Verluste noch größer wurden, verkaufte das Team die Aktien für insgesamt 8 760 Euro. Eine ähnlich schwache Performance erlebte die Spielgruppe mit der Aktie von Fiat, die sich tagelang vor sich hindümpelte. Die jungen Anleger warfen das Papier schnell wieder aus dem Depot. Jetzt liegen die Hoffnungen auf Metro: Die Aktie ist zuletzt gestiegen.

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