Planspiel Börse
Spitzengruppen vertrauen Apple

Die erste Woche des Börsenspiels der Sparkassen ist vorbei, und der erste Spitzenreiter kann gleich mit einer mehr als beachtlichen Rendite aufwarten. Um über 500 Euro haben die „Gosties“ aus Rheine ihren Depotwert gesteigert, so dass jetzt 55 087,85 Euro zu Buche stehen.. Ein Zufallstreffer ist das nicht. Die Jungbroker setzen auf Bewährtes.

rr STUTTGART. Teamchefin Ann-Kathrin Verwold überlässt bei Aktienkäufen nichts dem Zufall. Das intensive Studium von Kurszielen und Analystenmeinungen hat die Gruppe zu den Papieren von MAN, OMV und Apple greifen lassen, was sich sofort auszahlte. Bei 108 Euro kauften die „Gosties“ Aktien des US-Elektronikkonzerns und durften sich in dieser Woche über einen Kurszuwachs auf 118,74 Euro freuen. Noch stärker legte MAN zu; die Aktie steigerte ihren Wert seit dem Spielstart um gut 15 Prozent.

„Dass wir uns für Apple entschieden haben, liegt insbesondere am iPhone“, erklärt Ann-Kathrin Verwold. Am 9. November soll das begehrte Smartphone nach Europa kommen, wovon sich Verwold für die Entwicklung der Aktie einiges verspricht. Nicht zufrieden ist die Gymnasiastin mit OMV. Die Aktie des österreichischen Mineralölkonzerns hat seit dem Kauf am 1. Oktober zwar zwei auf 48,60 Euro zugelegt, doch das reicht ihr nicht: „Das schaue ich mir nicht mehr lange an.“

Mit einer ganz anderen Strategie ist das „Team Schrode“ aus Marienberg im Erzgebirge in die Spitzengruppe gestoßen. Teamchef Erik Nerger hält von Analystenmeinungen nicht viel. Stattdessen setzt „Team Schrode“ auf Bauchgefühl und Intuition. „Wir hatten im Kühlschrank eine Wurst“, berichtet Erik Nerger, „und auf der Verpackung stand Unilever. Die Wurst hat gut geschmeckt, so dass ich mir dachte: Dann kann die Aktie auch nicht schlecht sein …“ Ganz so gut hat sich das Wertpapier des britisch-niederländischen Nahrungsmittelkonzerns dann allerdings doch nicht entwickelt. Stattdessen wurde die Aktie von Bijou Brigitte eine tragende Säule für den Depotgewinn, der sich zurzeit auf 4 700 Euro beläuft. „Die Lieblings-Ohrringe meiner Schwester sind von Bijou“, erläutert Nerger die Gründe für den Kauf, der ihm und seinen Mitstreitern nach der ersten Woche den dritten Platz eingebracht hat. An ihrem intuitiven Vorgehen will die sächsische Gruppe daher nichts ändern: „Unsere Taktik hat sich bewährt“, sagt Nerger.

Fast ein Abbild des Spitzendepots der „Gosties“ stellt das Aktienpaket des Zweitplatzierten, der Gruppe „BäLuCoJu“ aus der Oberpfalz dar. Apple, MAN, OMV und insbesondere Google haben der Spielgruppe Glück gebracht und sie zwischenzeitlich auf’s Siegertreppchen gehoben.

Derzeit fünfte mit einem Depotwert von 54 361,08 Euro sind die von der Sparkasse Freiberg betreuten „Hofftechniker III“. Von den Spitzengruppen sind sie die einzigen, die unter anderem auf die Aktie von CTS Eventim gesetzt haben. Das Papier ist nach der ersten Woche der Topwert mit dem größten Gewinnzuwachs. Um 18,45 Prozent hat die Aktie zugelegt, was sich aber nicht allzu sehr auf den Depotwert der „Hofftechniker“ niedergeschlagen hat: Dafür ist der Anteil der Aktie zu niedrig.

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