Planspiel Börse
Studenten fahren mit Derivaten hohen Gewinn ein

Die führenden Teams des Planspiels Börse haben die Verluste der vergangenen Woche wieder ausgeglichen.

BERLIN. Vor sieben Tagen waren die Renditen in den besten Depots auf 6,5 Prozent zusammengeschmolzen. Am Montag kletterte der Deutsche Aktienindex (Dax) jedoch auf den höchsten Stand seit zwei Wochen, was die Gewinne von vielen Teams des Börsenspiels der Sparkassen deutlich nach oben zog. Stattliche 13,5 Prozent haben die besten Schülerteams seit Anfang Oktober verdient.

Noch erfolgreicher sind die Studenten. Über 18 Prozent Rendite haben einige Teilnehmer erwirtschaftet. Das Geheimrezept von Nick Pudwell und seinem Bruder Raik, die bereits vor zwei Wochen vorne lagen, sind Derivate, die sie zu Gewinnern machen. Die Brüder, die von der Sparkasse Mittleres Erzgebirge betreut werden, haben den Großteil verkauft, da sie der aktuellen Börsenlage nicht trauen.

Großer Erfolg mit Zertifikaten

Anders geht Tobias Störmer vor, der sich zwischen die Pudwells auf Platz zwei geschoben hat. Der Teilnehmer der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau hat seine 100 000 Euro Startkapital mit Zertifikaten um 17,8 Prozent vermehrt, gibt sich damit aber nicht zufrieden. Nur 36 000 Euro hält Störmer als Reserve zurück, der Rest ist angelegt. Sein Vertrauen schenkt er dabei unter anderem dem Deutsche Bank Bonus Zertifikat und dem MDax Index Zertifikat.

Auch die Teilnehmer, die sich auf nachhaltige Wertpapiere spezialisiert haben, erwirtschafteten ein Plus von bis zu 4,5 Prozent. Vorne mit dabei ist Marcel Bartling von der Sparkasse Essen, der das Depot zusammen mit seiner Schwester Michelle betreut. Der 25-jährige VWL-Student setzt auf die Aktie des spanischen Windkraftanlagen-Herstellers Gamesa, die er für 12,85 Euro einkaufte. Jetzt steht das Papier bei 13,44 Euro, doch glaubt Bartling an noch höhere Gewinne: "Die Bundesregierung hat angekündigt, weiterhin in erneuerbare Energien zu investieren - das wird der Aktie noch mehr Auftrieb geben."

Kursplus bei Hennes & Mauritz

Mit im Depot ist Hennes & Mauritz, über deren Wertentwicklung sich die Geschwister besonders freuen. Die Aktie ist von 389 Schwedischen Kronen Anfang Oktober auf 427,50 Kronen angestiegen. Auf diesen Zuwachs hatte Bartling spekuliert: "Die Wertpapiere von Bekleidungsherstellern steigen im Herbst oft überproportional, weil sich die Leute mit Winterkleidung eindecken." Satte elf Prozent hat die Aktie innerhalb von nur fünf Wochen zugelegt. Auf den ersten Platz der Nachhaltigkeitswertung hat sich Eike Hachmann von der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau hochgearbeitet. Der 23-jährige Wirtschaftsstudent setzt unter anderem auf das Papier von Fresenius Medical Care.

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