Plastik-Zertifikate erreichen jetzt auch den Privatanleger
Aufschwung der Zertifikate hält an

Den Aktienmärkten trauen viele Anleger nicht so recht. Sie bevorzugen deshalb Zertifikate, die Ihnen ein höheres Maß an Sicherheit versprechen. Mit diesen Instrumenten erschließen sie sich auch Investments - etwa in Rohstoffe -, die vor kurzem noch undenkbar waren.

In der Welt der Terminbörsen wird Innovationsfähigkeit groß geschrieben. Die Geschichte der Börsen zeigt, dass die Agrarmärkte in den Anfängen die entscheidende Rolle spielten. In den Anfängen wurde der Handel an den Terminbörsen mit Reis, Weizen, Butter oder Milch gestartet. Später kamen mit den großen globalen Veränderungen weg vom Agrar-Zeitalter hin zur Industrie-Ära andere Rohstoffe hinzu.

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Das Geschäft wurde in diesen Zeiten von Metallen wie Kupfer, Aluminium, Nickel, Zink, Zinn oder Blei bestimmt. Mit der fortschreitenden industriellen Modernisierung gewannen energetische Rohstoffe wie Erdöl und Ölprodukte (Heizöl, Benzin) immer stärker an Bedeutung. Im Anschluss daran brach in der Dienstleistungsgesellschaft die Ära moderner Finanzprodukte an.

Seit geraumer Zeit kehren einige Börsen wieder zu ihren Wurzeln zurück und setzen verstärkt auf Rohstoffe sowie andere dringend benötigte Produkte, für die auf der einen Seite ein weltweit liquider Markt besteht und auf der anderen Seite entsprechende Preisrisiken resultieren.

Die in der Vergangenheit oftmals als träge und wenig innovativ geltende London Metal Exchange (LME) – älteste Metallbörse der Welt – hat den Markt in der jüngsten Vergangenheit mit der Idee zur Einführung von Plastik-Futures und Stahl-Futures überrascht. Die LME wagte damit im vergangenen Jahr einen Ausflug in bislang unbekanntes Territorium. Vor allem die Idee zur Schaffung von Plastik-Futures wurde vom Markt dankbar angenommen. Jetzt nutzen Banken das steigende Interesse an diesen neuen LME-Derivaten auf Polypropylen und Polyäthylen für die Auflegung eigener Produkte.

So haben die Fachleute von Société Générale jetzt Zertifikate auf diese beiden Produkte aufgelegt, die an der Stuttgarter Derivatebörse Euwax gelistet sind. Für die Analysten der Bank gilt der Markt für Kunststoffe als ein hochinteressanter Wachstumsmarkt. Kunststoffe seien wegen ihrer physischen Eigenschaften, dem geringeren Gewicht und der besseren Transport- und Verarbeitungsmöglichkeit mehr und mehr als Substitutionsgut für herkömmliche Industriemetalle verwendet worden. Dieser Trend, so sagen andere Fachleute, dürfte sich fortsetzen. Die Kunststoffindustrie hat in den vergangenen Jahren in etwa die gleiche Größe erreicht wie die globale Metallindustrie.

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Um diesem Trend gerecht zu werden und den Anlegern in Deutschland eine Partizipation an diesem interessanten Sektor zu ermöglichen, hat die Bank als erster Emittent am deutschen Markt für strukturierte Produkte und Zertifikate ein Produkt auf den im Mai des Jahres 2005 von der London Metal Exchange aufgelegten Polypropylen-Futures-Kontrakt mit vierteljährlichem Roll-Over emittiert.

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