Plus500 und Atlético Madrid 140.000 Börsenzocker und das Champions-League-Finale

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Ärger mit der britischen Finanzaufsicht
Diese Fußballklubs sind 25 Milliarden Euro wert
Platz 20: Newcastle United
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Wert: 337,04 Millionen Euro

Ganz hinten sein – für Newcastle United in dieser Saison ein vertrautes Gefühl. In der Liste der 20 wertvollsten Teams der Welt mag auch einer der hinteren Plätze immer noch ein Grund zur Freude sein, in der englischen Premier League weniger: Die „Magpies“ müssen nach einer katastrophalen Saison als Tabellenachtzehnter den Gang in die zweitklassige Championship antreten.

Quelle: Forbes

Platz 19: SSC Neapel
2 von 21

Wert: 348,48 Millionen Euro

Zweiter in der Liga, Qualifikation für die Champions League geschafft: Sehr viel besser läuft es beim SSC Neapel. Der italienische Klub ist so erfolgreich, wie zuletzt in den 90ern, als Diego Maradona seine Schuhe für die „Azurri“ schnürte.

Platz 18: AS Rom
3 von 21

Wert: 447,04 Millionen Euro

Für den AS Rom reichte es in dieser Saison dagegen nur für Platz 3 in der Serie A – auf dem Weg zu den internationalen Fleischtöpfen muss die Roma also die Qualifikation überstehen. Derzeit plant der Klub den Bau eines neuen, selbstfinanzierten Stadions mit 52.500 Plätzen.

Platz 17: West Ham United
4 von 21

Wert: 476,96 Millionen Euro

Der englische Mittelfeldklub hat noch nie in der Champions League gespielt und zählt doch zu den wertvollsten der Welt. Nach der Insolvenz des bisherigen Trikotsponsors Alpari, zierte die Leibchen der „Hammers“ in der abgelaufenen Saison der „betway“ Schriftzug. Der Wettanbieter zahlt den Londonern für dreieinhalb Jahre 27,8 Millionen Euro.

Platz 16: Inter Mailand
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Wert: 491,92 Millionen Euro

Dem italienischen Klub kann niemand vorwerfen, sich nicht um eine bessere Vermarktung zu bemühen: Der Verein hat die Investmentbank Goldman Sachs engagiert, um in der Asien-Pazifik Region neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Platz 15: Atlético Madrid
6 von 21

Wert: 557,04 Millionen Euro

Bis 2011 darbte der 2002 wieder aufgestiegene Stadtrivale des großen Real im Mittelfeld der spanischen Liga vor sich hin. Dann kam Trainer Diego Simeone: Meisterschaft, Europa-League-Sieg, Champions-League-Finale – seit vier Jahren schloss Atlético keine Saison schlechter als Platz drei ab. Und schlug immer wieder den Erzrivalen – außer im Finale der Champions League 2014, dass Real Madrid für sich entschied. Nun steht in Mailand die Revanche an.

Platz 14: FC Schalke 04
7 von 21

Wert: 576 Millionen Euro

Es war keine gute Saison für Königsblau: Biederer Fußball und lediglich Platz fünf in der Liga, die Chancen auf die Campions League schon am vorletzten Spieltag vergeben. Unter dem neuen Manager Christian Heidel soll auf Schalke nun wieder einmal alles besser werden.

Selbst überraschende Entwicklungen wie die Aufwertung des Schweizer Franken zum Euro schadeten der Begeisterung für CFDs offenbar nicht, obwohl das eine ganze Reihe von Händlern auf dem falschen Fuß erwischte. Als die Schweizerische Nationalbank im Januar vergangenen Jahr die Kursgrenze zum Euro aufhob, legte der Franken kräftig zu. Das bescherte manchen Händlern sechsstellige Verluste.

Plus500 gehörte damals nicht dazu. Dafür kämpfte das Unternehmen aber im vergangenen Jahr an einer anderen Front: mit der britischen Finanzaufsicht FCA und einer genaueren Prüfung der Plus500-Geschäftspraktiken durch die Behörde. Das ließ den Aktienkurs massiv einbrechen. Das Unternehmen hat die Konten aller britischen Kunden eingefroren und muss inzwischen mehr Unterlagen als zuvor von seinen Nutzern verlangen, damit diese ihre Identität eindeutig nachweisen und Plus500 Auflagen im Kampf gegen Geldwäsche erfüllt. Der Regulierer hat zudem verlangt, dass die Firma mehr Mitarbeiter einstellt, die sich um die Einhaltung der Regeln der guten Unternehmensführung kümmern.

„Wir haben unsere Lektion aus dieser Sache gelernt“, sagt Haber. Dass es bei dem britischen Ableger überhaupt so weit kommen konnte, erklärt er mit der fehlenden Erfahrung des alten Plus500-Managements auf der Insel. Die entscheidenden Führungskräfte habe man inzwischen ausgetauscht und zusätzliche Leute eingestellt, die mindestens zwanzig Jahre Erfahrung in der Branche haben.

„Wir haben das, was wir in Großbritannien gelernt haben, auch auf andere Teile des Geschäfts übertragen“, betont Haber. Wie viel ihn die Überprüfung des britischen Geschäfts und die Folgen gekostet haben, will er nicht genau sagen. Nur so viel: Man habe Millionen in das Geschäft gesteckt, um die Prozesse zu verbessern.

Die britische Finanzaufsicht FCA hatte im vergangenen Jahr auch massiven Einfluss auf eine andere Entwicklung, die sich bei Plus500 abzeichnete. Die israelische Softwarefirma Playtech wollte den CFD-Anbieter übernehmen, gab den Plan aber am Ende auf. Die Aufsichtsbehörde hatte Playtech signalisiert, dass sie die Übernahme wohl nicht absegnen würde.

Aus Großbritannien heraus bietet Plus500 auch in Deutschland seine Dienste an. Dominiert wird der deutsche Markt aber von den Branchenriesen CMC Markets und IG. Auch die Commerzbank-Tochter Comdirect mischt beim lukrativen CFD-Geschäft mit.

In Großbritannien ist Plus500 eigenen Angaben zufolge auch nach der FCA-Prüfung die Nummer zwei im CFD-Geschäft. Was Plus500 nach Ansicht der Nutzer von anderen Konkurrenten unterscheidet, ist eine technische Plattform, die als besser verständlich und einfacher zu bedienen gilt. Was Gal Haber und seine Studienfreunde sich bei der Gründung des Unternehmens vornahmen, haben sie in dem Punkt offenbar erreicht. Die technische Seite sei auf das Allernotwendigste reduziert, räumt ein Konkurrent ein. Gepaart mit dem aggressiven Marketing des Unternehmens sei das aber eine unheilvolle Kombination, denn es locke Kunden mit wenig Ahnung vom Finanzmarkt und den damit verbundenen Risiken in das Geschäft.

Haber wehrt sich gegen die Kritik. Alle Konkurrenten würden ähnliche Marketingmethoden nutzen. Dass man sein Ziel erreicht habe und eine Nutzeroberfläche geschaffen habe, die anders ist als die der Wettbewerber, quittiert er durch einen kurzen Vergleich mit Atlético Madrid: „Gute Teamarbeit der Gründer – so ähnlich wie bei dem spanischen Fußballverein.“ Der bestünde auch nicht aus einzelnen Stars, sondern aus einem guten Team. Wie weit das den Verein in der Königsklasse des Fußballs bringt, wird sich am Samstagabend zeigen.

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