PPR setzt auf USA
Luxusaktien glänzen an der Börse

Luxus ist wieder im Trend. Das Jahr 2005 endet für die großen Anbieter wie LVMH, Dior, Hermès oder PPR (Pinault-Printemps-Redoute) glänzend. Die Aktien profitierten von der weltweit steigenden Nachfrage nach Luxusprodukten.

PARIS. Positiv ausgewirkt hat sich auch der Anstieg des Dollars gegenüber dem Euro, weil mehr als 70 Prozent der Luxusartikel außerhalb Europas verkauft werden. Die Aktien der Branche haben im laufenden Jahr deutlich an Wert gewonnen, zum Teil um 30 Prozent oder mehr. Und die Aussichten für das kommende Jahr sind positiv. Analysten erwarten, dass die Aktientitel im nächsten Jahr weiter zulegen – wenn auch nicht mehr so rasant.

Gleich mehrere Brokerhäuser empfehlen die Branche. „Bei den Unternehmen ist die Nachfrage sehr deutlich. Selbst wenn das Wirtschaftswachstum in den USA und Asien sich verlangsamen sollte, wird es doch auf einem hohen Niveau bleiben“, sagte eine Pariser Analystin. Sie erwartet Kursgewinne in Höhe von fünf bis zehn Prozent. Nathalie Longuet von der Société Générale sieht das ähnlich und prognostiziert ebenfalls Zuwächse von bis zu zehn Prozent.

Nach einer dreijährigen Krise nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 hat sich die Luxusindustrie erholt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche Absatzsteigerungen von fünf Prozent. In den USA nimmt die Nachfrage nach Luxusgütern zu. Besonders brummt auch das Geschäft in den aufsteigenden Märkten wie Asien.

Für China werden in Zukunft jährliche Steigerungen von 20 Prozent für die Luxusgüterindustrie erwartet. In China zeigt man ebenso wie in Russland Luxus ganz ostentativ. Je teurer, desto besser. Experten schätzen, dass schon 60 Millionen Chinesen etwa so viel verdienen wie Europäer in höheren Chefpositionen. Und in Russland verzeichneten viele Luxusunternehmen Umsatzsteigerungen von über 30 Prozent im Jahr 2004, im Jahr 2005 ist mit ähnlichen Steigerungen zu rechnen.

Das wirkt sich positiv auf die Aktienkurse aus. Rasant stieg im Jahr 2005 die Aktie des Hauses Dior, das zur Luxusgruppe LVMH gehört. Sie legte von ihrem niedrigsten Stand in Höhe von knapp 48 Euro um rund 50 Prozent zu. Der englische Modeschöpfer John Galliano ist seit fast einem Jahrzehnt der Garant für das trendige Image des Hauses – und für die Verkaufszahlen. Allein in den USA und China gab es Zuwächse von rund 25 Prozent. Bemerkenswert ist auch der Anstieg der Hermès-Aktie. Seit Designer Jean-Paul Gaultier die Hermès-Kollektionen entwirft, sind die Verkaufszahlen in allen Bereichen steil angestiegen.

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