Privatanleger
Anleger suchen Orientierung

Der Rückschlag an den Börsen hat bei den deutschen Privatanlegern Spuren hinterlassen. Viele Investoren bezweifeln, dass die Aktienmärkte langfristig gute Aussichten haben. Trotz Finanzkrise konnte die Finanzmesse Invest eine hohe Besucherzahl verzeichnen – die meisten Fragen der Anleger drehten sich um das Thema Abgeltungssteuer.

STUTTGART. Folge: Viele Investoren trauen sich aufgrund der aktuellen Verunsicherung nicht oder nur zögerlich in riskantere Anlageformen hinein. Grundsätzlich verzeichnen Banken, Broker und Finanzberater aber, dass das Interesse an den Kapitalmärkten durch die Finanzkrise eher noch gesteigert worden ist, als dass es gänzlich abflaut.

Ganz deutlich zeigte sich das auf der Anlegermesse Invest in Stuttgart, deren Besucherrekord aus dem Vorjahr allerdings in diesem Jahr nicht eingestellt worden ist. Auf der Suche nach Informationen und neuen Anlageideen kamen am Wochenende dennoch rund 13 000 in die neuen Messehallen im Stuttgarter Südosten, wo die Invest erstmals stattfand.

Eine eindeutige Antwort auf die zentrale Frage, wann es an den Börsen wieder aufwärts geht, suchten die Anleger an den Ständen der rund 200 Aussteller ebenso wie bei den vielen Fachvorträgen und Diskussionsrunden allerdings vergeblich. Denn auch viele Experten trauen der aktuellen Börsenerholung noch nicht über den Weg. „In den nächsten Monaten sollten Anleger zunächst noch defensiv bleiben, zum Jahresende können sie wieder erste Positionen aufbauen“, sagt beispielsweise Björn Kiesing, Analyst der VMZ Vermögensverwaltung und gibt damit eine defensive Strategie vor. Folglich sollen konservative Anleger seiner Meinung nach nicht mehr als 15 bis 17 Prozent ihres Depots in Aktien investieren.

Unentschieden zeigten sich viele Fachleute auch mit Blick auf die Währungsentwicklung. Während Rainer Sartoris, Devisen-Experte bei HSBC Trinkaus & Burkhardt, einen Anstieg des Euros auf bis zu 1,70 Dollar je Euro zumindest nicht ausschließen will, sieht Stefan Bender, Leiter des deutschen Devisengeschäfts der Deutschen Bank inzwischen nur noch wenig Aufwärtspotenzial für die europäische Gemeinschaftswährung.

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