Private Finanzen
Was Handelsblatt-Redakteure für die Geldanlage raten

Aktien? Gold? Oder Kunst? Selten war es für private Investoren so schwer, die richtige Anlageform zu finden. Handelsblatt-Redakteure erzählen, was sie in in der aktuellen Krise für den Umgang mit Kapital empfehlen.
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Florian Kolf, Düsseldorf 

Es ist das Los eines jeden Wirtschaftsjournalisten, dass er ständig nach Geheimtipps oder zumindest guten Ratschlägen für die private Geldanlage gefragt wird. Es ist eine mehr als heikle Angelegenheit – über die im Falle von Fehlspekulationen sogar schon gute Freundschaften zerbrochen sein sollen. Trotzdem wollen wir hier – in aller gebotener Vorsicht – versuchen, gerade angesichts der turbulenten Märkte aus unserer Erfahrung heraus ein paar Schneisen zu schlagen und Ideen für die Kapitalanlage zu geben.

Verstehen Sie uns bitte nicht falsch: Das sind keine Anlagetipps im klassischen Sinne mit konkreten Empfehlungen für einzelne Papiere. Das wäre unseriös. Aber vielleicht bieten die Empfehlungen der Handelsblatt-Redakteurinnen und Redakteure Ihnen wertvolle Anregungen für Ihre eigene Entscheidung.

Für mich persönlich gibt es angesichts der völlig unklaren Lage an den Finanzmärkten im Moment nur eine Sache, in die ich mit gutem Gewissen und voller Überzeugung investieren kann: In die Zukunft meiner Kinder. Und das bedeutet in erster Linie, mit einer hochklassigen und vielseitigen Ausbildung die Basis für ihr späteres Leben zu legen. So absolviert eine meiner Töchter zurzeit ein Highschool-Jahr in den USA. Sie soll damit nicht nur ihr Englisch verbessern und zu einer selbstständigen Persönlichkeit reifen, sondern auch ein Gefühl für die Chancen der Globalisierung bekommen.

Neben einer guten Schulbildung halte ich aber auch eine Vertiefung der Allgemeinbildung, beispielsweise durch Musikunterricht, für wichtig. Daneben kann man Geld langfristig anlegen, beispielsweise in Aktienfonds, damit es für Ausbildung oder Studium nach der Schule zur Verfügung steht. Aber das Wichtigste ist: Investieren Sie viel Zeit in Ihre Kinder, bringen Sie Ihnen Kultur nahe und zeigen Sie Ihnen die Welt. Es wird sich auszahlen.

Aber meine Kollegen werden Ihnen auf den folgenden Seiten noch zahlreiche ganz andere Ideen liefern. Machen Sie sich selbst ein Bild – und sagen Sie uns gerne anschließend Ihre Meinung.

Kommentare zu " Private Finanzen: Was Handelsblatt-Redakteure für die Geldanlage raten"

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  • Niemand sollte von einem Sportreporter erwarten, dass dieser selbst zum erfolgreichen Athleten taugt. Es ist nicht seine Aufgabe. Ebensowenig sollte man von einem Wirtschaftsredakteur erwarten, in den Märkten ein erfolgsverwöhnter und erleuchteter Anleger zu sein.
    Es ist nicht seine Aufgabe.

  • Wir sind wie ein Alkoholkranker. Der bekommt qualvolle Entzugserscheinungen, wenn man ihm den Alkohol entzieht. Würden die Zentralbanken die Zinsen stark erhöhen und die Geldschöpfung plötzlich bremsen, würde es uns ähnlich ergehen. Das System würde kollabieren. Deshalb sieht sich die Zentralbank gezwungen, immer mehr Geld bereitzustellen. Das aber macht das System noch krisenanfälliger. Ein Teufelskreis. Es werden sich weitere Blasen bilden, die irgendwann platzen und großen Schaden anrichten.Uns muss klar sein, dass viele Werte am Finanzmarkt fiktiv sind. Es sind Luftbuchungen, die an den Märkten gehandelt werden, die aber keinen realen Gegenwert besitzen. Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute: Wer hat denn jetzt mein Geld? Die Antwort ist: niemand. Es war ja nie wirklich da. Das ganze Dilemma, warum die Deutschen soviel Tages-,Festgeld, Bankanleihen, Bundeswertpapiere, Lebensversicherungen etc. halten ist der hartnäckige Glaube, dass die Bank und der Staat "Dein Freund" sind. Das wurde den Deutschen ja auch jahrzehntelang vorgegaukelt. Leider ist es aber so, dass man, wenn man Leute vom Gegenteil überzeugen will, nur müde belächelt, oder gar als gefährlicher Anarchist oder bedauernswerter Spinner dargestellt wird. Die Geldmengenvermehrung ist der Weg des kleinsten Widerstandes für Demokratien. Geldvermehrung ist eine Enteignung wehrt euch dagegen indem ihr Gold und Silber benutzt !!!

  • Nie würde ich meine Kinder (3 habe ich)in diese USA schicken.
    Anscheinend ist der Mythos, Anmerika sei das Maß allen Fortschritts nicht tot zu kriegen. Globalisierung heißt doch nicht Amerikanisierung! Die Zukunft liegt woanders und erst einmal bei uns; sie sollte in Europa liegen, mit unseren sozialen und ethischen Grundlagen.

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