Profi-Anlageempfehlung: Anleger sollten sich auf Inflation einstellen

Profi-Anlageempfehlung
Anleger sollten sich auf Inflation einstellen

Die Notenbanken werden die Märkte mit Liquidität befeuern. Der Zeitpunkt für die Inflationsschübe ist kaum vorhersehbar. Daher empfiehlt es sich die Portfoliostruktur sukzessiv auf eine höhere Inflation auszurichten.
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Die massiven Liquiditätsspritzen der Notenbanken zur Bekämpfung der Euro-Zonen-Krise wecken die alten Inflationsängste in Deutschland. Profis wie Privatanleger fragen sich: Führt überbordende Liquidität zwangsläufig zu nachhaltigen Inflationsentwicklungen? Sollte man sich investmentstrategisch gegen Inflationstendenzen positionieren? Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen?

Die Inflationssorgen sollten sich zunächst noch als verfrüht erweisen: Banken haben die Kreditvergabe eingeschränkt, die Konsumenten legen ihr Geld weiterhin verstärkt auf die hohe Kante, die Kapazitäten der Unternehmen sind nicht ausgelastet und ihre Spielräume für Preisüberwälzungen gering. Zudem ist insbesondere in der Euro-Zonen-Peripherie die Furcht vor Deflation größer, und es wird nach Wegen gesucht, eine Depressions- und Deflationsspirale zu vermeiden.

Die Notenbanken werden demnach die Märkte weiter mit Liquidität befeuern. Über kurz oder lang wird dies jedoch in Verbindung mit einer Normalisierung der Gesamtsituation auch jenseits der Schwellenländer zu einem nachhaltigen Inflationsanstieg führen.

Der Zeitpunkt und das Ausmaß der jeweiligen Inflationsschübe lassen sich jedoch kaum exakt vorhersagen. Aus unserer Sicht empfiehlt es sich daher bereits jetzt, die Portfoliostruktur sukzessive auf diesen sehr wahrscheinlichen Langfristtrend hin auszurichten. Dabei gilt es jedoch, einige Besonderheiten zu beachten.

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Kommentare zu " Profi-Anlageempfehlung: Anleger sollten sich auf Inflation einstellen"

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  • Wem dient die Inflation? Industriell ist Gold fast unverwertbar und das macht die gigantischen Bestände bei den Banken zu Staubfängern. Das ist der Grund, warum die Goldhausse geschürt wird und der Glaube an Inflation: das nutzlose Altmetall soll weg!
    Von Eichelburg darf man wegen seiner verqueren Logik annehmen, daß er selbst auf Gold sitzt, oder anteilmäßig von Goldhändlern bezahlt wird für die Dummverkäuferei.
    Denn hätte er kein Gold, wäre es für ihn die ideale Gelegenheit, sich mit Massen einzudecken, da es ja angeblich toll unterbewertet ist. Wenn Gold wirklich gedrückt würde, würde Gold subventioniert.

    Für einen neuen Goldstandard ist die Zeit abgelaufen, da könnte man ebenso gut mit der Postkutsche gegen den Bahnverkehr antreten. Für einen Goldstandard müßten die Schuldenberge als Anleihen auf die Goldbestände umfunktioniert werden, wofür die Goldbestände nicht ausreichen, es sei denn, die Unze kostete 1 Milliarde Dollar. Und wie sollten Spanien, Italien, Portugal oder Deutschland an diesen Goldberg rankommen? Wir trieben den Preis in den Himmel!
    Eichelburg kann nach Sachlage nur ein Profiteur einer Goldhausse sein, entweder im Auftrag für Goldhändler, oder er ist selber einer - oder beides.
    Das ist eine künstliche Zwiebelhausse und meine Prophezeihung, wenn sie sich ausgetobt hat, fällt Gold auf seinen realen Wert, der vielleicht bei 2 oder 3 Dollar liegt.
    Wer Gold hat, verkaufe jetzt an die Verrückten: die Gelegenheit ist da!
    Mit der Zwiebel war das genauso; 40 fette Ochsen haben die Wahnsnnigen für eine gezahlt, Tonnen von Käse und Wagenladungen voll Butter, schließlich ganze Fabriken.
    Im Unterschied nur ist die Goldhausse künstlich geschürt, während damals noch eine echter Irrglaube dran hing.
    Eichelburg ist "Hartgeldinvestor" kein "Papiergeldhai" - klar?

  • Die Leute kaufen wie wild Bundesanleihen mit unter 2% Zinsen p.a., um nach Steuern und Inflation jedes Jahr 1% ihres Vermögens zu verlieren. Aber sie haben nach eigener Meinung (nominellen) Kapitalerhalt. Solange die Leute also betrogen werden wollen, solange hat die Politik leichtes Spiel. Das billige Geld, mit dem das Schuldenmachen der Staaten weiterhin ermöglicht werden soll, wird zunächst zu einer Vermögenspreisinflation führen und erst dann zu einer "normalen" Inflation, die m.E. mindestens 5 - 10% p.a. betragen wird.

  • DonSarkasmo, danke für ihre treffliche Interpretation zu diesem Thema.
    Danke

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