Profi-Anlageempfehlung: Das Märchen vom risikolosen Zins

Profi-Anlageempfehlung
Das Märchen vom risikolosen Zins

Die Notenbanken werden die Zinsen noch Jahre drücken. Für Anleger hat das gravierende Folgen. Wer nicht will, dass sein Vermögen langsam aber sicher entwertet wird, dem bleiben wenige Möglichkeiten. Ein Gastbeitrag.
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Kommentare

  • Die Rendite der gesetzlichen Rente schlägt die Kapitaldeckung um Längen, insbesondere in Zeiten der financial repression. Für Schul- und Ausbildungszeiten kann man da noch bis zum 45. Lebensjahr Beiträge nachzahlen. Die Umlagefinanzierung setzt nicht auf irgendwelche dubiosen Assets mit Emittenten- und Wechselkursrisiko, sondern auf Lohnanpassungen. Und da wir ja angeblich Fachkräftemangel haben, müssten die Löhne bald kräftig steigen.

  • Die meisten Menschen im Mittelstand sind heute Unselbständige, d. h. Menschen, die vom Kapital anderer abhängig sind. Der kapitale Unterschied zwischen Idee und Realität des Mittelstands liegt darin, dass die meisten Menschen im Mittelstand ihre Sicherheit nicht durch eigenes Kapital erwerben, sondern umgekehrt davon abhängig sind, dass ein anderer sein Kapital einsetzt, um ihnen ihren Lohn zu geben. Sie sind vom Kapital anderer abhängig und nicht vom eigenen. Wenn der andere sein Kapital nicht zu Gunsten der von ihm Abhängigen einsetzen will, geraten diese in Schwierigkeiten, es sei denn der Sozialstaat unterstütze sie. Das wird noch oft nicht so erkannt. Aber wenn sich der heutige Mittelstand seiner realen Situation bewusst wird, muss er das Kapital fürchten und auf den Staat hoffen. Das aber ist eine ganz andere faktische Situation als jene, von der der Liberalismus ausgeht. Der Kapitalismus ist für diese Schicht eher eine Gefahr denn eine Chance.

  • Kapitalismus bedeutet, mit Geld immer mehr Geld zu verdienen.
    Leistungsloses Einkommen durch ach so wundersame Geldvermehrung.
    Für das arbeitende Volk Lohndumping, Leiharbeit und kalte Progression, für Kapitalisten und Vermögende leistungsloser Zins/Zinseszins, Dividende und Rendite.
    Keine Frage, wem dieses Geldsystem und der Kapitalismus vor allem dient!
    Schade dass so wenige Menschen begreifen, dass es im Kapitalismus „jede/r“ schaffen kann, aber eben nicht alle.
    Das hat man den Menschen in kapitalistischen Systemen vergessen zu sagen, die sie sich zwar tagtäglich abmühen, aber doch nie zu wirklichem Wohlstand durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft kommen werden.
    Es wird Zeit dass die Masse aufwacht und Politik abwählt, welche gegen ihre ureigenen Interessen handelt!
    Im Kapitalismus und dem Schuldgeldsystem können es nur wenige schaffen, die große Masse verliert immer.

  • @heini1946 nicht vergessen: Abschlagsteuer, Soli und sonstiges(z.B. Kirchensteuer) Netto zählt, nicht brutto!

  • Die aktuelle schleichende Geldentwertung ist aus mehreren Gründen skandalös: extrem unsozial, weil sie das Geld der Sparer und Rentner entwertet. Extrem destabiliersend, weil sie das Vertrauen in die Währung untergräbt (siehe Sachwertboom). Äußerst demotivierend für Kapitalbildung.
    Alles geopfert dem Götzen der da heißt E U R O
    Und nochwas: dieser Weg, ist der direkte Weg in die Armut! Aber um das zu verstehen, müßte man mal einen Ausflug zur Grünen Woche in Berlin machen (bitte keine pseuso-wissenschaftlichen Erklärungversuche!). Soviel alte Menschen, die mit Müh und Not ihre Armut kaschieren, soviel in Lumpen gekleidete Schnorrer habe ich noch nirgends gesehen! Die Armut ist ind D angekommen - unspektakulär, unauffällig und von niemanden erkannt!

  • Ich fürchte, dass Sie Recht haben.

    Es schlimm sich dies vorzustellen. Aber ich habe die hungernden Rentner, Mütterchen während der Russlandkrise in Moskau selbst gesehen. Sie waren psychisch fertig, total verarmt und keine Chance durch eigene Arbeit ihr Los eigenständig zu verändern. Sie waren chancenlos. Und hier steuern die Politiker aktiv in das gleiche Desaster. Dieses Verhalten ist hochgradig unsozial.

    Ich rufe nicht zum Aufstand auf, aber ich verlange, dass die Politiker für ihr Tun zur Rechenschaft gezogen werden. Abgeordnetenkorruption, trotz internationaler Forderung, nicht in das Strafgesetzbuch aufgenommen wird, ist in unserer Demokratie ein kaum steigerbares, entschuldbares unsoziales Verhalten.

  • Auch Herr Flossbach vergisst in seiner Rechnung mögliche 7 % bei Aktien, unter Berücksichtigung aller Kosten wie, Steuern, Depotkosten etc. und Inflation, dass bei Aktien ca. 8 % Rendite erwirtschaftet werden muss, um den Realwert des Depots zu erhalten.
    D.h. am Ende kann sich jeder genau soviel kaufen wie Heute.
    Gemäß Adam Smith: „Vermögen ist nicht was man an Gold-, Silbermünzen …. hat, sondern was man dafür erhält“.

  • Schon mal über Garantiedividenden nachgedacht? Postbank, Demag, Euwax, Gelsenwasser, Medion und demnächst MAN zahlen
    im Schnitt mit 5% Rendite. Diese Ausgleichszahlungen sind nach Aktiengesetz garantiert und man kann davon ausgehen, das die Unternehmensverträge dazu als Endloskontrakte laufen. Sie besitzen eine doppelte Abschicherung. Gezahlt
    wird immer. Entweder aus laufender Geschäftstätigkeit, aus
    Rücklagen oder letzten Endes vom herrschenden Unternehmen.
    Einer Gelsenwasser beispielsweise billige ich eine höhere Bonität zu, als einer Staatsanleihe. Wenn der Staat in die
    Insolvenz gehen sollte, bleibt die Wsserversorgung unverzichtbares Gut und wird das alles auch überleben. Warum alsoauf den völlig abgegrasten Anleihemärkten herum
    jagen wenn man hier fast das 10 fache bekommt bezogen auf
    5 jährige Bundesanleihen. Bedenkt die Vola des DAX notiert
    auf niedrigstem Niveau und danach kommen ausnahmslos höhere
    Werte - mit fallenden Kursen. Bei einem gewissen Überoptimismus glaubt jeder nur noch an eine märchenhafte
    Weiterentwicklung und blendet das übliche Muster aus.
    Aufstieg, Krise, Fall. Siehe Apple. Immer noch nicht kapiert? Fall halt rein!

  • Die schleichende Entwertung auch der kleinen Vermögen und Rücklagen wird immer massiver. Das ist das Ergebnis der Bankenzocker, der blinden Politiker und der absolute EU-Gehorsam. Dazu gibt es immer weniger netto für die meisten Arbeitnehmer und Rentner. Die Armut steigt rapide, warum sonst sind die Suppenküchen explodiert? Die Politik fälscht die Armutsberichte und ignoriert die Basis. Das alles ist die Politik von Schwarz-Gelb und Rot-Grün. Leider gibt es keine bürgernahen Alternativen mehr. Deutschland wird weiter ausverkauft. Wählen ist überflüssig. Die moderne Diktatur herrscht.

  • Ne die "Bankenzocker" sind da ziemlich machtlos. Es gibt zwei "gute Gründe" für die Geldschwemme:

    (1) Wie im hb genannt, würden einige Euro-Staaten mächtig Haushaltsprobleme bekommen, und Griechenland nicht das einzige Kreditereignis (z.B. Zahlungsausfall) sein.

    (2) Eine Zinserhöhung wird viel rascher von den Banken (und anderen Investoren) an Unternehmen und Privatpersonen weitergegeben. Dadurch (a) steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen, (b) sinkt der schuldenfinanzierte Konsum von Privatpersonen (z.B. Autokauf, Hausbau).

    Bereits einer der beiden "Gründe" würde der Politik ausreichen eine Geldschwemme loszutreten. Egal ob Inflation hin oder her. In der heutigen Zeit werden sogar Unternehmenspleiten als politisches Versagen in der Öffentlichkeit wahrgenommen (z.B. Rettereibedürfnis bei Karstadt, Schlecker, Opel, usw.). Aber wenn in einem kapitalistischen keine Schuldner ausfallen, dann wächst die Geldmenge halt (ungebremst) exponentiell, während der Gegenwert, die Wirtschaftsleistung, das nicht tut ==> Inflation.

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