Profi-Anlageempfehlung
Die richtigen Währungen für Krisenzeiten

Während im Euroland die Panik umgeht, ist ein professionelles Währungsmanagement wichtiger denn je. Stefan Keitel von Credit Suisse hält Devisen aus Schwellenländern für attraktiv.
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FrankfurtDie Angst geht um in Euroland. Reißt Griechenland den Euro nach unten? Kollabiert der Euro ganz? Die Anleger sind nach zwei Finanzkrisen in den letzten Jahren gebeutelt, wollen Risiken vermeiden. Die Gefahr: In ihrer Sorge handeln viele Anleger prozyklisch – im aktuellen Devisenumfeld ein Fehler.

Auf Talfahrt ist der Euro seit Jahren, der Schweizer Franken dagegen hat sich zum sicheren Hafen entwickelt. Das Ausmaß und die Dynamik hat dabei überrascht. Erhielten Anleger im Oktober 2007 noch 1,67 Schweizer Franken für einen Euro, so waren es dieser Tage schon weniger als 1,20. Die Stärke des Schweizer Franken spiegelt dabei neben dem Faktor Wirtschaftsstandort die strukturelle Schwäche des US-Dollars, des Euros und des britischen Pfunds.

Gleichsam zu verzeichnen sind enorme Wechselkursschwankungen. In diesem Umfeld ist ein professionelles Währungsmanagement wichtiger denn je. Portfoliomanager unterscheiden dabei zwischen dem strategischen und dem taktischen, eher kurzfristigen Ansatz.

Strategisch sind wir der Auffassung, dass die Währungen der Schwellenländer als Portfoliobaustein unverzichtbar geworden sind. Strukturelle Vorteile wie der deutlich geringere Verschuldungsgrad, die hohen Fremdwährungsreserven sowie die dynamischeren Wachstumsaussichten untermauern diese These eindrücklich.

Dies gilt insbesondere für die Mehrzahl der asiatischen sowie der lateinamerikanischen Währungen. Auch die positiv rohstoffabhängigen traditionellen Währungen wie der australische sowie der kanadische Dollar sind in puncto langfristige Stabilität und somit Attraktivität zu nennen. Zusammen mit der Heimatwährung und dem Franken können sie ein ideal diversifiziertes Währungsportfolio bilden.

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Kommentare zu " Profi-Anlageempfehlung: Die richtigen Währungen für Krisenzeiten"

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  • was für eine vorsorge soll das denn sein, bei einem kompletten reset und anarchie???
    das war vllt. vor 50 jahren mal so. heutzutage würde doch schon eine hyper-inflation ausreichen, um die menschheit um ca. 50% zu reduzieren.
    nix für ungut, aber das thema ist mir zu depressiv um es weiter zu verfolgen. n8.

  • was für eine vorsorge soll das denn sein, bei einem kompletten reset???
    das war vllt. vor 50 jahren mal so. heutzutage würde doch schon eine hyper-inflation ausreichen, um die menschheit um ca. 50% zu reduzieren.
    nix für ungut, aber das thema ist mir zu depressiv um es weiter zu verfolgen. n8.

  • Na, ja, ganz so schlimm wird es ja dann hoffentlich nicht kommen. Die Menschen haben das in der Vergangenheit üerlebt und die Menschen, die betroffen sein werden, werden es auch in Zukunft überleben. Ganz so schwarz sollte man auch nicht sehen. Es gibt eine Reihe von guten Dokumentationen über dieses Thema und dem Verhalten der Menschen in der Krise. Technisch gesehen kann man das Papiergeldsystem unendlich lange aufrechterhalten. Aber als Daytrader weißt du ja, dass das Geschehen an der Börse hauptsächlich Psychologie ist. Deswegen ist der Faktor Mensch das Entscheidende an diesem Thema. Soziale Unruhen wegen der verordneten Sparprogrammen, lange Generalstreiks, die das öffentliche Leben und das Funktionieren der Gesellschaft lähmen ist das eine. Das Vertrauen in die Währung ist der anderer Faktor.

    Ich denke, es schadet niemandem, wenn er sich mal mit der Sache beschäftigt. Ist auch wirklich interessant, wie sich die Menschen damals Verhalten haben und welche Auswirkungen das auf das öffentliche Leben hatte.

    An der Tankstelle stehen die Autofahrer Schlange, wenn der Benzinpreis um 5 Cent pro Liter sinkt (50 Liter x 5 Cent),
    davon wird man dann bestimmt nicht reich. Aber um eine geeignete Vorsorge für Krisenfälle kümmert sich kaum einer. Das schieben die meisten Menshcen weit von sich weg. Das liegt in der Natur des Menschen, sich nicht mit unangenehmen Dingen beschäftigen zu wollen.

    Ich finde schon, dass man sich darüber Gedanken machen sollte. Ist aber nur meine Meinung !!

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