Profi-Anlageempfehlung: Kursrückschläge eröffnen Kaufchancen

Profi-Anlageempfehlung
Kursrückschläge eröffnen Kaufchancen

Die Aktienmärkte reagieren empfindlich auf das Erdbeben in Japan. Besonders die Kurse der Versorger sinken. Umsichtigen Anlegern bietet sich nun die Chance, günstig einzusteigen.
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FrankfurtDas Erdbeben in Japan ist eine große humanitäre Katastrophe, die auch an den Kapitalmärkten ihre Spuren hinterlassen hat. Aktien und Rohstoffe mussten teils deutliche Abschläge hinnehmen. Die Sorgen über eine möglicherweise bevorstehende nukleare Katastrophe sowie die jetzt schon spürbaren Auswirkungen der Produktionsausfälle und der zerstörten Infrastruktur haben viele Anleger Risikoanlagen verkaufen lassen.

Branchenseitig traf es vor allem die üblichen Verdächtigen: Versorger ob der sich abzeichnenden Debatte um neue Sicherheitsauflagen für Kernkraftwerke oder gar eines beschleunigten Atomausstiegs, IT-Konzerne, die unter Zulieferausfällen aus Japan zu leiden haben, und schließlich Versicherungen, die für die Schäden aufkommen müssen. Wie so oft im Leben sind dabei aber auch Aktien in Sippenhaft genommen worden, die kaum oder gar nicht unter den Auswirkungen des japanischen Erdbebens zu leiden haben. Entsprechend ergeben sich hier in den kommenden Tagen (Nach-)Kaufchancen für den mittelfristig orientierten Anleger.

Beispiel Siemens: Der Dax-Konzern zählt für viele in erster Linie zu den führenden Ausrüstern von Kernreaktoren, ist aber bei allen Kraftwerkstypen hervorragend positioniert. Insbesondere das Geschäft mit den erneuerbaren Energien hat Siemens konsequent ausgebaut. Auch im Gasgeschäft zählen die Münchener zu den Weltmarktführern und sind damit für eine Verschiebung im Energiemix hervorragend aufgestellt. Zusammen mit der sich abzeichnenden Restrukturierung des Industriebereichs sollte dies der attraktiv bewerteten Aktie deutliches Potenzial erschließen.

Etwas risikoreicher, aber nicht weniger lukrativ ist ABB positioniert. Das schweizerische Unternehmen profitiert von seiner hervorragenden Positionierung bei der Aufrüstung bestehender Stromnetze. Sollte sich der Trend zu erneuerbaren Energieträgern weiter verfestigen, müssten die heutigen Stromnetze deutlich ausgebaut und leistungsfähiger werden. Auch die zunehmende Verbreitung sogenannter „Smart Grid“-Technologien, also die Implementierung von Zusatzfunktionen in das Stromnetz, spielen ABB in die Karten und sprechen für steigende Kurse.

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