Profi-Anlageempfehlung
Mit Dividendentiteln gegen niedrige Zinsen

Die Verzinsungen für Bundesanleihen werden immer unattraktiver. Anlageexperte Tindaro Siragusano empfiehlt mit dividendenstarken Aktien die Minizinsen zu kompensieren.
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Dividendenausschüttungen von Aktiengesellschaften sind ertragreiche Einkommen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen rücken sie bei der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten in den Fokus vieler Investoren. Dabei erreicht die Dividendenrendite - das Verhältnis zwischen ausgeschütteter Dividende je Aktie und dem Aktienkurs - aktuell ein Renditeniveau, das historisch betrachtet als attraktiv bewertet werden kann.

So weist der Euro Stoxx 50-Index per ultimo August eine Dividendenrendite in Höhe von rund 4,3 Prozent aus, während vierjährige europäische Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating eine Verzinsung von rund 1,4 Prozent liefern und Bundesanleihen gleicher Laufzeit gar nur bei 0,14 Prozent rentieren. Vor diesem Hintergrund können Dividendentitel bei einer längerfristigen Anlage als sinnvolle Alternative zum Schutz vor Inflation angesehen werden - insbesondere gegenüber vermeintlich sicheren Bonds. Zwar schwanken Aktien stärker als Anleihen und verschrecken damit viele sicherheitsbewusste Anleger. Jedoch hat sich die risikolose Rendite vieler Anleihen in ein renditeloses Risiko verkehrt. Der Investor muss sich fragen, ob ein global aufgestellter Konzern nicht eine sinnvollere Anlage ist als ein "disziplinloser" Staat.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Aktien von Unternehmen mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen in Krisenzeiten spürbar weniger volatil sind. Deshalb gelten dividendenstarke Titel traditionell auch als eine defensive Anlage. Die Höhe der Dividendenrendite sollte dennoch nicht das einzige Kriterium für eine Investmententscheidung sein. Vielmehr sollte ebenfalls analysiert werden, wie stabil, verlässlich und auch nachhaltig die Dividendenpolitik des Unternehmens ist. Denn Aktiengesellschaften mit unstetigen Ausschüttungen handeln eher mit Bewertungsabschlägen gegenüber vergleichbaren Unternehmen mit einer stetigen Dividendenpolitik. Ferner sollte bei der Aktienauswahl das Kurspotenzial berücksichtigt werden. Denn wer auf das falsche Pferd setzt, kann auch mit Dividenden länger andauernde Kursverluste nicht kompensieren.

Aussichtsreiche Werte

Typischerweise finden sich die meisten Dividendentitel in Branchen wie Telekommunikation, Pharma und Grundstoffe, bei konjunkturunabhängigen Konsumgüterherstellern sowie Energie- und Versorgungsunternehmen. Auch im Technologiesektor sind vereinzelt höhere Ausschüttungsquoten zu beobachten. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF verfolgt eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik und bietet aktuell über vier Prozent Dividendenrendite gepaart mit guten Wachstumspotenzialen. Auch der Öl- und Gas-Gigant Royal Dutch Shell liefert mit einer Rendite von rund 4,8 Prozent seit Jahren verlässliche Dividendenerträge. Interessant bleiben auch der Nahrungsmittelproduzent Nestlé, dessen Aktie auch auf Allzeithochs eine attraktive Rendite von 3,5 Prozent bietet. Das Biotech- und Pharmaunternehmen Novartis lockt mit etwas höheren 4,4 Prozent.

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  • Kleines Detail für Kleinanleger i.S. "nichtanrechenbare Quellesteuer" für spanische, italienische und norwegische Erträge. Quellensteuer Spanien sind 18 Prozent als Vorwegabzug, die praktisch nicht vegütet werden.
    Z.B. Telefonica:
    Angenommen 1000.-€ Kapitalertrag
    Abzug 19 % nicht anrechbare Quellensteur bleiben 810.-€
    Abzug ZASt (incl. Soli) 26,375 % (263,75) bleiben 546,25 €.
    Für Kleinanleger: Fast die Hälfe wird an Steuern abgezogen.
    Rückforderung: Keine Chance.
    Gilt auch für Italien und Norwegen.

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