Profi-Anlageempfehlung
Mit kühlem Kopf in die Konjunkturflaute

Trotz der zunehmenden Unsicherheiten der Weltwirtschaft können Anleger am Aktienmarkt solide Renditen einfahren, etwa bei Nahrungsmitteln und hochwertigen deutschen Konzernen. Langfristig anlegen, rät Holger Schroeder.
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FrankfurtVor allem negative makroökonomische Szenarien drücken derzeit auf die Stimmung der Anleger. Immer mehr Marktteilnehmern wird bewusst, dass sich die Staatsschuldenkrisen in den USA und in Europa nicht kurzfristig lösen lassen. Nachdem anfangs nur die wirtschaftlichen Leichtgewichte Europas im Visier der Ratingagenturen und der Investoren standen, wird mittlerweile auch die Bonität großer Staaten hinterfragt. Erschwerend kommt die Gefahr einer erneuten Rezession hinzu.

Ungeachtet dieses negativen makroökonomischen Umfelds bieten Aktien aufgrund der zuletzt heftigen Kurskorrekturen langfristig orientierten Anlegern gute Renditeperspektiven. Allerdings sollten die ungelösten Staatsschuldenkrisen und Rezessionsgefahren bei der Titelselektion unbedingt berücksichtigt werden. Solange unklar ist, wie hoch der Abschreibungsbedarf bei Staatsanleihen ist, sind vor allem Finanzwerte mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Zwar scheint ein Rückfall der Weltwirtschaft in eine erneute Rezession immer noch vergleichsweise unwahrscheinlich. Es zeichnet sich aber zunehmend eine spürbare Abkühlung der globalen Konjunktur ab. Deshalb sind weniger zyklische Aktien zum Beispiel aus den Bereichen Nahrungs- und Haushaltsmittel empfehlenswert. Auch Aktien mit einer ausgeprägten geografischen Diversifikation und/oder einer hohen Dividendenrendite sind langfristig ein Kauf. Obwohl es sich bei VW um ein konjunktursensibles Unternehmen handelt, ist die Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau ausgesprochen attraktiv. Kaum ein Autobauer ist in Bezug auf seine geografische Präsenz und seine Produktpalette so breit aufgestellt wie die Wolfsburger.

Eine überzeugende Dividendenstory liefert dagegen die Deutsche Telekom. Unternehmenschef René Obermann verspricht für die kommenden Jahre eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie. Die entsprechende Dividendenrendite von deutlich mehr als acht Prozent ist rekordverdächtig. Ab Oktober beginnen die Unternehmen, über die Ergebnisse des dritten Quartals zu berichten. Spätestens dann könnten die negativen Makrodaten wieder in den Hintergrund treten. Schließlich zeigten sich die Unternehmen selbst bislang spürbar zuversichtlicher als Analysten und Investoren.

Die Anlageempfehlung spiegelt die Einschätzung des Autors wider. Sie ist keine Empfehlung der Redaktion.

Kommentare zu " Profi-Anlageempfehlung: Mit kühlem Kopf in die Konjunkturflaute"

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  • Passend dazu die Deka-Werbung oberhalb des Artikels. Die (aber nicht nur diese Fondsgesellschaft) haben mit dazu beigetragen, dass die Aktienkultur und das (Aktien-) Fondssparen in Deutschlandendgültig im Arsch sind! Das 3. Mal innerhalb von wenigen Monaten werden die Gewinne von Jahren pulverisiert. Man versucht ja immer nur besser als die Benchmark zu sein. Und - 39 % beim Fonds statt - 40 % beim Index ist nun mal richtig toll. Vielleicht gibt es dann noch eine Performance-Fee (bei Deka-Aktienfonds allerdings ausgeschlossen). Und der Herr Schröder spricht eine Kaufempfehlung für die Telekom aus. Fast alle Bankerempfehlungen sind Kaufempfehlungen! Da das Ansehen von Schröder von der "renommierten Investmentbank" Hauck&Aufhäuser (mehr bekannt durch das Führen illegaler Parteispendenkonten der CDU) und seinen Kollegen ohnehin auch auf FDP-Niveau angelangt sind, dürfte sich der durch solches Geschwätz ausgelöste Schaden in Grenzen halten.

  • Holger Schröder, den Namen sollte man sich merken, der hat's drauf, einfach genial was der sabbert.

  • Aber klar doch, keine Frage und es gibt sicher genügend Dumme, die das auch noch glauben, denn Gier macht Blind und Dumm obendrein.

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