Profi-Anlageempfehlung
"Pause zum Kraftholen nach den Kursgewinnen"

Die Hausse an den Aktienmärkten hat sich bisher von keiner Katastrophe im Weltgeschehen stoppen lassen. Doch bald folgen stagnierende Kurse und starke Schwankungen - sagt Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank.
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Wenn man die ersten vier Monate des Jahres Revue passieren lässt, war 2011 bisher alles andere als ein gutes Jahr: Die Überschwemmungen in Australien, die Schuldenkrise in Euroland, der mit den politischen Umwälzungen in Nordafrika drastisch gestiegene Ölpreis und die Dreifach-Katastrophe von Japan mit Erdbeben, Tsunami und Nuklearunglück haben die Nachrichtensendungen dominiert. Nur eines haben sie nicht geschafft: die Hausse an den internationalen Aktienmärkten zu stoppen. S&P 500 und Euro-Stoxx 50 eilen fast im Gleichschritt nach oben.

Der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Anleger Zutrauen in den Aktienmarkt fassen, ist die gute Nachrichtenlage der Unternehmen. Nachdem das Schlussquartal 2010 bereits das achte Quartal in Folge war, in dem die Gewinnerwartungen der Analysten mehrheitlich übertroffen worden sind, hat auch die gerade laufende Berichtssaison über das erste Quartal sehr vielversprechend begonnen. Viel wichtiger ist dabei, dass die Gewinnqualität in den meisten Fällen stimmte. Anders als in den Vorquartalen waren es diesmal nicht nur Kostensenkungen, die zu den Positivüberraschungen führten, sondern auch deutlich anziehende Umsätze. Dies deutet darauf hin, dass der wirtschaftliche Aufschwung in den Kassen der Unternehmen ankommt.

Was aber auch auffällt: In Europa sieht die Bilanz zum zweiten Mal in Folge deutlich verhaltener aus als in den USA. Daher ist es auch kein Wunder, dass die Analysten in den vergangenen Monaten ihre Gewinnerwartungen für europäische Unternehmen tendenziell eher abgesenkt haben, während die sogenannten Gewinnrevisionen für US-Aktien weiter aufwärts zeigen. Der schwache US-Dollar mag hier ein Erklärungsmuster sein, die teilweise belastende Schuldenkrise in der Euro-Zone eine andere. Erstaunlich ist dabei, dass deutsche Unternehmen weiterhin eine Ausnahme darstellen und trotz der Belastungsfaktoren weiterhin punkten können.

So bleibt eine Strategie, die sich um die Länderanker USA und Deutschland positioniert, aussichtsreich. Hier bieten sich beispielsweise der JP Morgan US Select Equity Fund (WKN 987333) und der RCM Nebenwerte Deutschland (WKN 848176) als Anlageprodukte an.

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