Profi-Anlageempfehlung
US-Aktien bleiben attraktiv

Trotz der schwachen Quartalsergebnisse rät der Anlageexperte der Deutschen Bank, Ulrich Stephan, weiter zum Kauf von US-Aktien. Die Unternehmen aus dem Index S&P 500 können optimistisch in die Zukunft blicken.
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Die Berichtssaison der US-Unternehmen für das erste Halbjahr 2012 ist noch nicht vorüber, aber schon jetzt zeichnet sich ab: Die Unternehmen bleiben bei den Umsätzen häufig hinter den Prognosen zurück, die Gewinnerwartungen werden dagegen meist übertroffen. Bislang haben beim Gewinn 73 Prozent der Berichte positiv überrascht, beim Umsatz magere 41 Prozent.

Die hohe Profitabilität spricht für ein erfolgreiches Kostenmanagement. Besonders Finanztitel, Industrie- und Technologiewerte zeigen sich in guter Form. Allerdings spüren auch die US-Firmen die Auswirkungen der globalen Wachstumsdelle - entsprechend verhalten fallen ihre Ausblicke für das laufende und das kommende Jahr aus.

Dennoch zählen US-Aktien weiterhin zu meinen Favoriten. Die Unternehmen des S&P 500 erwirtschaften rund 60 Prozent ihrer Gewinne in den USA. Mit diesem Fokus sind sie den Folgen der europäischen Schuldenkrise nur begrenzt ausgesetzt. Viel wichtiger ist für sie die Konjunktur im eigenen Land - und da gibt es mehrere Gründe zur Zuversicht.

Erstens: Der rapide Entschuldungsprozess der US-Banken und Haushalte war erfolgreich und neigt sich dem Ende zu. So entstehen Spielräume für neue Kredite und damit für mehr Binnenwachstum.

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  • Genau so denke ich auch. Ich war vor kurzem in den USA, der Eindruck ist, es tut mir leid, erschütternd. Wir müssen uns nichts abschauen von denen. Wie lenkt man am besten von eigenen Problemen ab, indem man auf andere schaut.

  • Was für einen Schwachwsinn dieser angebliche Chefstratege der Deutschen Bank von sich gibt ist kaum auszuhalten. Oh, es gibt einen kleinen Impuls nach oben, das muß die Wende sein. Das Vertrauen ist wieder soooo gut in die Zukunft. Na da kann ich ja wieder beherzt bei Aktien zugreifen. Vielen Dank Herr Ulrich Stephan für Ihre sachlich fundierte Analyse.

    Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Die endlosen Stimuli der Notenbanken, blasen die Schulden nur noch weiter auf und sorgen dafür, dass am Ende die Rechnung, die wir alle zu zahlen haben noch viel größer wird.

    Anstatt eine Rezession walten zu lassen, die zugegebener Maßen nicht lustig wird, aber danach die Dinge wieder ins Rechte Lot bringt, werden die Märkte wie ein Cracksüchtiger weiter mit Drogen (Liquididät) versorgt, mit den Notenbanken als Dealer. Hey, wir hatten die massivste Schuldenkrise aller Zeiten in 2007/08, aber was solls, wird schon alles wieder gut werden, wenn wir nur fleißig weiter konsumieren und neue Schulden machen. Die nächste Krise wird dann diesen Selbstbetrug ans Licht bringen und es richtig krachen lassen. Dagegen wird die Weltwirtschaftskrise um 1930 wie ein Kindergeburtstag aussehen.

    Aber ist schon klar: Die weisen Ökonomen, Politiker und Notenbanker in ihren heiligen Hallen, von denen niemand den Crash kommen sah, haben auf einmal die richtigen Lösungen zur Hand um die Wirtschaft vor einem Absturz zu bewahren. Schulden werden mit noch mehr Schulden bekämft, totaler Irrsinn, hatt noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Ein Schuft, wer böses dabei denkt, nämlich das alles getan wird um eine Wiederwahl für Merkel in Deutschland, bzw. Obama in den USA, zu gewährleisten.

    Danach wird es sehr spannend werden!
    Dann wird es heißen: Ladies und Gentleman, please fasten your seatbelts.

  • Die USA sind gerade im Begriff eine zweite, viel größere Kreditblase (als die 2008 geplatzte Immobilienkreditblase), durch die von der FED bereit gestellten Geldmittel, zu bilden. Zwangsläufig profitiert davon kurzfristig auch der Konsum und somit die Wirtschaft. Wie lange es dieses Mal gut geht bleibt abzuwarten. Europa wird, früher oder später, gar keine andere Wahl haben als es der USA gleich zu tun, um nicht in eine grenzenlose Rezession zu schlittern. Zudem spekuliert die angelsächsische Finanz mit ihren unbegrenzten Geldmitteln massiv, wie wir täglich erleben, gegen Europa, ihren Staatsanleihen und ihren Aktien, schürt damit Panik und macht es Europa dadurch noch viel schwerer.

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