Profi-Anlageempfehlung
Warum Anleger Inflation nicht fürchten müssen

Vieles deutet im Moment auf einen nachhaltigen Inflationsanstieg. Für breit ausgerichtete Anleger ist das aber gar nicht schlecht, sagt Stefan Keitel von Cedit Suisse. Mit Anleihen ließen sich trotzdem Gewinne machen.
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FrankfurtWährend im Zuge der Finanzmarktkrise eher Deflationsängste überwogen, deuten die Zeichen nun klar in Richtung eines nachhaltigen Inflationsanstiegs. Dafür sorgen etwa die expansive Geld- und Fiskalpolitik, das kräftige Wachstum in den Schwellenländern und die steigenden Rohstoffpreise. Für breit diversifiziert ausgerichtete Investoren ist das Szenario gar nicht so schlecht. Die meisten Anlageklassen profitieren von inflationären Tendenzen, etwa Aktien, Rohstoffen, Immobilien und Infrastruktur. Anleiheanleger machen sich hingegen Sorgen.

Einen ersten Vorgeschmack haben die Renditeschübe im November 2010 und im Frühjahr 2011 gebracht. Steigende Renditen gehen mit fallenden Kursen einher und gehen damit zulasten der Anleger.

Die aktuellen Renditeniveaus haben die konjunkturelle Stärke und den bereits spürbaren Inflationsdruck, wenn überhaupt, sehr wenig eingepreist. Der Blick in die Vergangenheit belegt, dass ein vergleichbares Wachstums- beziehungsweise Inflationsniveau fast immer von erkennbar höheren Renditen begleitet wurde. Diese Schere wird sich unseres Erachtens über die nächsten Monate und Jahre schließen. Das führt dazu, dass der seit Jahrzehnten mit wenigen Unterbrechungen gültige Kalkulationsmechanismus für das Anleihesegment geändert werden muss.

Bislang konnte man bei guter Bonität zum jährlichen Kupon noch einen Kursgewinn durch sinkende Renditen addieren. Künftig jedoch sollte der von uns erwartete zwar moderate, aber nachhaltige Renditeanstieg den Kupon mindestens ansatzweise egalisieren. Selbst wenn die Notenbanken gegensteuern und damit den Renditeanstieg begrenzen, sollte die verbleibende Inflation die Renditen auf ein real negatives Niveau drücken. Aus Anlegersicht kein befriedigendes Ergebnis.

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  • Man könnte ja versuchen Ihnen durch viele Worte und große Anstrengung auf vernünftige Art und Weise zu erklären, dass Ihre Sicht der Dinge, diplomatisch ausgedrückt, leicht verzerrt ist.
    Andererseits kann man Ihnen auch direkt eine guten Psychater ans Herz legen. Das was Sie von sich geben kann nicht ihr Ernst sein, und wenn doch, sind Sie krank!

  • So einfach wie hier geschildert ist das alles nicht.
    Inflationäre und deflationäre Effekte scheinen sich zu überlagern, und zwar in einer für die bevölkerung sehr nachteiligen Weise:
    Alles, was sich ein Bürger erarbeitet und erspart hat, unterliegt der Gefahr eines Wertverlustes, während alles, was man laufend neu kaufen muss, sich enorm verteuert.
    In den offiziellen Inflationszahlen wird das nur sehr unzureichend und verzerrt wiedergegeben. Eine längerfristige Bindung von Vermögen bei Banken oder sonstigen Finanzdienstleistern ist vor diesem Hintergrund wirklich nicht mehr zu empfehlen.

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