Prognose für 2016: Hälfte der Goldman-Kunden glaubt nicht mehr an Aktien

Prognose für 2016
Hälfte der Goldman-Kunden glaubt nicht mehr an Aktien

Eine Umfrage der US-Investmentbank Goldman Sachs zeigt den Pessimismus, mit dem viele Anleger derzeit auf den Aktienmarkt schauen. Professionelle Investoren haben kaum Hoffnung, mit Aktien dieses Jahr etwas zu verdienen.

Der wichtige US-Aktienindex S&P 500 liegt in diesem Jahr bislang neun Prozent im Minus aus verschiedenen Gründen: Die Sorgen wegen der Folgen negativer Leitzinsen in mehreren Ländern und Unsicherheit um die Konjunktur Chinas drücken unter anderem die Stimmung. Eine neue Umfrage der US-Investmentbank Goldman Sachs zeigt jetzt: ein wachsender Anteil der Kundschaft des Unternehmens fürchtet eine globale Rezession.

„Fondsmanager fürchten, dass ein negativer Geist die globale Wirtschaft erfasst hat und eine Rezession heraufzieht“, so Goldmans Chef-US-Aktienstratege David Kostin in einer Mitteilung. Mehr als ein Drittel der Kunden, die an einer Konferenz in Hongkong teilgenommen hätten, erwarten, dass Bargeld risikobereinigt im Jahr 2016 die höchste Rendite bieten dürfte. Fast 60 Prozent der Teilnehmer glauben, dass Aktien weltweit im laufenden Jahr Verluste bringen dürften.

Das Team Kostins verwirft diese Bedenken nicht, verweist aber darauf, dass die Verbrauchernachfrage nicht außer Acht gelassen werden dürfte. „Viele Investoren glauben, dass die Wirtschaft sich am Vorabend einer Rezession befindet. Jedoch zeigen quantitative und qualitative Messungen des Konsumverhaltens, dass die Ausgabenfreude anhält und die wirtschaftliche Erholung sich fortsetzt.“

Daher bleibt Goldman auch optimistisch, was die Entwicklung der Weltwirtschaft angeht – vorausgesetzt, dass die Verbraucher sich nicht zurückhaltender verhalten. Die meisten Einzelhandelsdaten seien zuletzt stark ausgefallen, es habe drei Monate infolge Wachstum gegeben.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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