Risikoreiche Anlagen reduziert
Vertrauen von Investoren sinkt weiter

Die Stimmung unter professionellen Anlegern trübt sich weiter ein. Allerdings sank das Vertrauen weniger stark als in den letzten drei Monaten.

rez FRANKFURT/M. Das ermittelte der weltweit größte Wertpapierverwahrer State Street mit seinem monatlichen State Street Investor Confidence Index. Demnach ging das Anlegervertrauen im April um 0,9 auf 90,8 Punkte zurück, nach 91,7 Punkten revidiert (vorläufig: 92,2) im März. Damit erreicht der Index den tiefsten Stand seit Ende 2002. Seit Jahresbeginn ist der Index von seinem bisherigen Höchstwert bei 109 um gut 18 Punkte abgestürzt.

Investoren hätten den vierten Monat in Folge risikoreichere Anlagen reduziert, erklärte Havard-Professor Ken Froot, der den Index gemeinsam mit Paul O’Connell von State Street Associates entwickelte. Das abnehmende Tempo des Rückgangs deutet laut State Street aber auf eine Stabilisierung hin. Investoren fürchteten vor allem steigende Zinsen auf Grund anziehender Inflationsraten, meinte Froot. Auch die sich verschärfende Lage im Nahen Osten gebe Anlegern erneut Anlass, vorsichtig sein, sagte O’Connell. Über Inflationssorgen berichteten Investoren auch Anfang April bei der Umfrage von Merrill Lynch unter führenden Fondsmanagern.

Der monatlich veröffentlichte State Street Investor Confidence Index misst die Stimmung unter professionellen Investoren. Dafür entwickelten Froot und O'Connell den nach eigener Angabe ersten quantitativen Index, der das Anlegervertrauen – im Vergleich zu Umfragen – tatsächlich widerspiegele. Der weltweit führende Wertpapierverwahrer State Street nutzt hauseigene Daten über Vermögensströme und bildet damit das Kaufverhalten der Investoren ab. Das US-Haus verwahrt 15 Prozent aller weltweit gehandelten Wertpapiere im Wert von knapp 10 Billionen Dollar. Seit September 2003 wird der Index veröffentlicht, die Daten reichen bis 1998 zurück.

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