Rohstoffe 2011
Gold glänzt, Kupfer sieht alt aus

Die Rohstoffmärkte sind abhängig von der Konjunktur und den Entwicklungen an den Finanzmärkten. Anleger müssen mit Schwankungen rechnen. Die Preise für Gold und Öl stiegen in 2011. Bauholz und Kupfer wurden billiger.
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FrankfurtDie Rohstoffpreise dürften sich auch 2012 im Fahrwasser der Konjunktureinschätzungen und der Finanzmärkte bewegen. Das war schon in diesem Jahr so. Aber: Rohstoff ist nicht gleich Rohstoff. Anleger konnten in diesem Jahr viel Geld gewinnen – oder verlieren. So bewegten sich selbst die klassischen Rohstoffe wie Öl, Kupfer und Gold sehr unterschiedlich.

Gold gilt als Versicherung gegen Krisen und füllte diese Rolle auch 2011 aus. Das Metall gewann auf Dollar-Basis rund zwölf Prozent. Und das trotz der jüngsten Preisrückschläge nach dem neuen historischen Hoch bei über 1900 Dollar je Unze im Spätsommer. Im nächsten Jahr wird viel davon abhängen, ob verunsicherte Anleger weiter Gold als krisensichere Währung erwerben oder nicht. Die Zentralbanken als wichtige Marktteilnehmer jedenfalls sind weiterhin auf Kaufkurs. So erwarb die russische Notenbank im November über drei Tonnen Gold.

Der Energiemarkt folgt anderen Gesetzen, auch wenn der Ölpreis im laufenden Jahr ebenfalls etwa zwölf Prozent gewonnen hat. Dabei stieg er gerade in den vergangenen Wochen wieder. Dahinter stehen unter anderem die zunehmenden geopolitischen Spannungen. Anleger blicken mit Sorge auf den Atomkonflikt der westlichen Länder mit Iran, dem drittgrößten Exporteur. Auch die aktuellen Auseinandersetzungen in der ehemaligen sowjetischen Republik Kasachstan, ebenfalls ein wichtiges Ausfuhrland, tragen zur Verunsicherung bei.

Weit schlechter ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Anleger haben 23 Prozent verloren. Das Metall gilt als klassisches Konjunkturbarometer. Daher sind die Preisabschläge im Zuge der gestiegenen Konjunktursorgen kein Wunder. Dazu passen die Verluste bei Bauholz, ebenfalls ein guter Indikator für den Zustand der Wirtschaft. Wer in Bauholz investierte, muss jetzt einen Verlust von 17 Prozent verbuchen.

Kommentare zu " Rohstoffe 2011: Gold glänzt, Kupfer sieht alt aus"

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  • Wenn ich lese, "Weit schlechter ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Anleger haben 23 Prozent verloren." dann frage ich mich doch wo unsere Gesellschaft steht. Warum heißt es nicht, "Weit besser ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Die Verbraucher bekommen es um 23 Prozent billiger."
    Denke mein Gedankenansatz ist hier bekannt aber unbeliebt. Trotzdem werde ich es immer wieder hinauschreien: "Die Realwirtschaft und damit die rund 90% der Normalbürger ist das Maß der Dinge. Ein Staat, eine Gemeinschaft und die reale Wirtschaft ist bestimmend ob es uns gut geht und nicht das leistungslose Einkommen der Spekulanten und Finanzindustrie.

  • Wenn ich lese, "Weit schlechter ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Anleger haben 23 Prozent verloren." dann frage ich mich doch wo unsere Gesellschaft steht. Warum heißt es nicht, "Weit besser ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Die Verbraucher bekommen es um 23 Prozent billiger."
    Denke mein Gedankenansatz ist hier bekannt aber unbeliebt. Trotzdem werde ich es immer wieder hinauschreien: "Die Realwirtschaft und damit die rund 90% der Normalbürger ist das Maß der Dinge. Ein Staat, eine Gemeinschaft und die reale Wirtschaft ist bestimmend ob es uns gut geht und nicht das leistungslose Einkommen der Spekulanten und Finanzindustrie.

  • Wenn ich lese, "Weit schlechter ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Anleger haben 23 Prozent verloren." dann frage ich mich doch wo unsere Gesellschaft steht. Warum heißt es nicht, "Weit besser ist es um das Industriemetall Kupfer bestellt. Die Verbraucher bekommen es um 23 Prozent billiger."
    Denke mein Gedankenansatz ist hier bekannt aber unbeliebt. Trotzdem werde ich es immer wieder hinauschreien: "Die Realwirtschaft und damit die rund 90% der Normalbürger ist das Maß der Dinge. Ein Staat, eine Gemeinschaft und die reale Wirtschaft ist bestimmend ob es uns gut geht und nicht das leistungslose Einkommen der Spekulanten und Finanzindustrie.

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