Russische Aktien
Öl treibt Börse Moskau

Ungeachtet einer deutlichen Kursdelle im russischen Aktienmarkt raten Moskau-Experten zum Durchhalten. Binnen weniger Monate warte eine weitere Kursrally auf die Anleger, heißt es bei den meisten Brokern.

MOSKAU. Nach dem Absturz des Leitindexes RTS vom Anfang Mai erreichten Allzeithoch bei 1 765 Punkten auf 1 540 Zähler hofft die Bank Moskwy auf neuen Schwung: „Noch in diesem Jahr wird die 2 000er-Marke geknackt.“ Das Geldhaus Uralsib sieht den RTS dieses Jahr sogar bei 2 100 Zählern. Nur die Moskauer Deutsche-Bank-Tochter UFG bleibt mit ihrer Jahresprognose von 1 450 Punkten zurückhaltend.

Schmierstoff des russischen Börsenbooms sind die rasant steigenden Notierungen für Öl, Kupfer, Gold, Nickel und Platin. In diesen Branchen gehören russische Unternehmen zu den führenden der Welt. Fundamental habe sich nichts an der positiven Russland-Story geändert, die vor allem durch stark steigende Unternehmensgewinne und die gute Weltkonjunktur stimuliert werde, meint Alexej Dolgich von der Investmentbank Troika Dialog: „Wenn der weltweite Kursverfall abbremst, werden die positiven Russland-Nachrichten ein bedeutender Impuls zum Wiederaufstieg der Kurse.“

Eine kurzfristige Marktkorrektur sei angesichts des vor kurzem erreichten Allzeithochs „vollkommen normal und durch das weltweite Anziehen von Anleihen und dem Nachgeben an den Rohstoffmärkten ausgelöst“ worden, sagt Anton Kaschtanow von der Moskauer Investmentgesellschaft Prospekt. Laut Konstantin Schapscharow von der Alfa-Bank „geht es spätestens nächste Woche aber schon wieder bergauf“.

Tatsächlich sind deshalb auch westliche Marktbeobachter bei den russischen Rohstoffwerten positiv gestimmt: Norilsk Nickel, der weltgrößte Produzent von Platin und Nickel, hat zwar wegen des kurzfristigen Rückgangs zahlreicher Industriemetall-Notierungen im zweistelligen Prozentbereich abgegeben. Doch Credit Suisse rechnet mit einem Kursaufschwung auf 156 Dollar. Für den weltgrößten Energieriesen und inzwischen drittteuersten börsennotierten Konzern, Gazprom, erwartet die Citigroup 13,80 Dollar. Lukoil, Russlands größten Ölförderer, sieht Troika Dialog in der Spitze bei 102 Dollar nach zuletzt 84,35 Dollar.

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