Sachwerte aus Papier
Es muss nicht gleich die Blaue Mauritius sein

Wenn es an den Aktienmärkten auf und ab geht, empfehlen viele Berater, in Gold oder Immobilien zu flüchten. An Briefmarken denken dagegen nur wenige. Worauf Anleger bei diesen Sachwerten achten sollten.
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DüsseldorfDie schwankenden Aktienkurse treiben viele Anleger zur Verzweiflung. Wo ist das Geld in diesen Zeiten überhaupt noch sicher? Viele Anlageberater empfehlen Sachwerte: Edelmetalle und Immobilien. Doch hohe Renditen gibt es auch bei kleinen Sachwerten aus Papier: Briefmarken.

„Eine Anlegerflucht in Briefmarken gab es zuletzt in den späten 1970er Jahren“, sagt Christian Geigle, Präsident des Bundes Philatelistischer Prüfer. „Damals kam es zu einer starken Überhitzung des Marktes.“ So etwas sei heute nicht zu beobachten. Seit der Banken- und Euro-Krise sei die Nachfrage jedoch merklich gestiegen.

Haben besonders beliebte und seltene Briefmarken einmal einen bestimmten Wert erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie diesen behalten. Aber auch ordentliche Wertsteigerungen sind möglich. Eine große Rolle spielt dabei, welche Sammelgebiete gerade beliebt sind. „Manchmal eröffnen sich auch neue Märkte, so wie kürzlich in China“, sagt Wolfgang Peschel vom Bund Deutscher Philatelisten. Noch konzentrieren sich die dortigen Sammler vor allem auf Marken aus ihrem Land, „aber man erwartet, dass sie bald auch die Erstausgaben der anderen Kontinente entdecken werden“, so der Briefmarkenexperte.

Die begehrtesten Marken wechseln bei Auktionen schon mal für mehrere Millionen Euro den Besitzer. Doch es gibt längst nicht nur Marken für Superreiche. „Briefmarken können eine Wertanlage für jeden Geldbeutel sein, es muss ja nicht gleich die Blaue Mauritius sein“, sagt Peschel. Den Bayern Schwarzen Einser von 1848 beispielsweise gebe es schon ab 500 Euro. „Bei dieser Marke ist kein Wertverlust zu erwarten“, sagt Peschel. Dafür sorge schon ihre Popularität als erste Briefmarke Deutschlands.

Die richtigen Marken zu finden ist aber gar nicht so einfach. Wer sich bislang noch nicht mit Philatelie beschäftigt hat, sollte unbedingt den Rat eines Experten einholen. Denn die Auswahl ist groß und die Kriterien, die eine Marke wertvoll machen, sind komplex. So ist etwa eine alte Marke nicht automatisch auch viel wert. Es kommt darauf an, dass sie selten ist oder eine Besonderheit aufweist. Entscheidend ist immer auch der Zustand der Marke. Ist die Farbe noch intensiv und die Gummierung erhalten? Sind noch alle der sogenannten Zähne vorhanden? Und wurde eine ältere Marke ohne Zahnung sauber aus dem Bogen ausgeschnitten?

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  • 100% Zustimmung. Wenn schon Alternative Wertanlagen zur Hauptwährung neben EM, dann höchstens guter, schottischer single malt Whisky. Denn kann im schlimmsten Fall trinken, als Brennstoff nutzen oder gut als Krisenwährung gegen Nahrung tauschen, wenn alles den Bach runtergeht.

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