SAP & Co. werden wieder wachsen - Integration bestehender IT-Systeme treibt die Geschäfte an
Softwarebranche lässt Anleger hoffen

Kehren die Software-Hersteller zum alten Wachstum zurück? Glaubt man den Worten von Henning Kagermann, dann können die Anleger guter Hoffnung sein. Bereits für 2005 sagt der Chef des Walldorfer Softwarekonzerns SAP für die gesamte Branche wieder zweistellige Zuwachsraten voraus.

FRANKFURT/M. Doch bislang steht Kagermann mit diesen optimistischen Aussagen recht alleine da. Zwar haben Umfragen der Marktforscher von Forrester Research und der Investmentbank Merrill Lynch unter europäischen IT-Verantwortlichen ergeben, dass die Mehrheit der Firmen von wieder steigenden IT-Budgets im laufenden Jahr ausgeht. Auch steht Software auf den Prioritätenlisten ganz oben. Doch im Gegensatz zu Kagermann rechnen die Kunden von SAP & Co. in den kommenden drei Jahren lediglich mit einem Wachstum bei Software von fünf bis maximal zehn Prozent.

Doch unabhängig davon, wie stark der Software-Markt letztlich zunehmen wird, die Branche scheint auf jeden Fall auf den Wachstumskurs zurückzukehren. Dennoch sollte nicht jeder Anleger gleich in Jubel ausbrechen. Denn: Software ist nicht gleich Software.

Die Prioritätenlisten zeigen, dass die Unternehmen nach wie vor sehr selektiv bei ihren Investitionen vorgehen. Auch 2004 steht die Senkung der operativen Kosten im Vordergrund. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Integration der vorhandenen Systeme.

Von diesem Trend dürfte unter anderem SAP mit der Technologie-Plattform NetWeaver profitieren. Die Walldorfer haben mit der breiten Kundenbasis gute Chancen, ihre neue Plattform im Markt zu etablieren. „Mit mySAP ERP und SAP NetWeaver hat das Unternehmen 2003 zwei neue Produktpakete eingeführt, die sich erst im laufenden Jahr stärker in den Umsatzerlösen niederschlagen werden“, glaubt Mirko Maier von der Landesbank Baden-Württemberg. Zudem zählt SAP zu den Unternehmen, die als erste die wieder steigenden IT-Budgets zu spüren bekommen. „Die Trendwende im IT-Markt wird es SAP ermöglichen, den Abstand zum Wettbewerb auszuweiten“, sagen die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

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