Schreibmaschinen
Tipphelfer, die Rendite bringen

Die Schreibmaschine hat die Arbeitswelt revolutioniert und Frauen zu Jobs verholfen. Heute sind die Schreibhelfer eine Rarität, für die Sammler Tausende Euro zahlen. Doch nicht jede Schreibmaschine bringt Rendite.
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DüsseldorfFast liebevoll streifen seine Finger über das schwarze Metall, entlang der Verzierungen aus Emaille, drücken kraftvoll Tasten – Typenhebel schnellen hoch. „Das hier ist sie“, sagt Uwe Breker, Inhaber des gleichnamigen Kölner Auktionshauses. Eine Typenhebel-Maschine, deren kunstvolle Emailleblumen an die floralen Muster alter Bauernschränke erinnern. Die „Sholes & Glidden“, hergestellt ab 1874 – ein Stück Geschichte zum Begreifen.

Denn um die Einführung der Schreibmaschine spinnt sich eine Kulturgeschichte mit vielen Kapiteln. So geriet Ende des 19. Jahrhunderts die bis dahin wohl geordnete Männerwelt aus den Fugen – so zumindest empfanden es die Herren. Hatte nicht erst kürzlich einer der ihren, der große Denker Arthur Schopenhauer niedergeschrieben: „Schon der Anblick der weiblichen Gestalt lehrt, dass das Weib weder zu großartigen geistigen noch körperlichen Arbeiten bestimmt ist.“ Was bitte wollten dann die verrückten Weiber?

Die Allianz, die sich geschmiedet hatte, sorgte für Verstörung – ausgerechnet Frauen und Technik. Zeitgemäß züchtigst gekleidet, klopften die ersten Damen zunächst in den Städten Amerikas an die Eingangstüren der Kontore. Dort belegten sie ihre Fachkenntnis mit den frisch erworbenen Diplomen der neu gegründeten „typing schools“.

„Die Weiber“ hatten gelernt zu beherrschen, was den Beruf des Schreibers kolossal verändern sollte: die Schreibmaschine. Die Herren mussten weichen. Schon 1880 waren 40 von 100 Stenografen und Maschinenschreibern in Nordamerika weiblich.Der Takt der Industrialisierung zog in die Büros ein. Auch wurde die Vervielfältigung möglich – zunächst als Durchschlag, dann als Kopie.

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