Schwellenländer 2014
Warten auf das Comeback

Schwellenländer-Aktien bleiben auch 2014 ein heißes Eisen. Doch für wagemutige Investoren gibt es unzählige Einstiegsmöglichkeiten – vor allem China scheint weiterhin attraktiv. Doch auch anderswo wartet Rendite.
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Zugegeben: Es war ein miserables Jahr für Schwellenländer-Aktien. Und: 2014 dürfte vermutlich auch nicht als Comeback-Jahr der Emerging Markets in die Börsengeschichte eingehen. Gerne versichern vermeintliche Finanzexperten, dass die grundsätzliche Story hinter dem Schwellenländer-Boom – verlockende Fundamentaldaten wie ein starkes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes – weiterhin dieselbe ist.

Das allein ist aber noch kein Einstiegsargument. Wirtschaftswachstum ist historisch gesehen nicht gleichbedeutend mit einer steigenden Aktienrendite. Beispiel China: Der Aktienmarkt entwickelte sich hier längst nicht so rasant wie die Skylines von Shenzhen oder Peking.

Während Aktienmärkte von Frankfurt bis New York 2013 Rekord um Rekord brachen, der MSCI-World-Index um über 20 Prozent zulegte, fiel der MSCI Emerging-Market-Index in diesem Jahr um über sechs Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn.

Gleich zweimal flüchteten Investoren aus den Emerging Markets; immer dann, wenn Ben Bernanke Andeutungen gemacht hatte, seine Anleihekäufe von 85 Milliarden US-Dollar pro Monat zurückzufahren. Zu der Tapering-Diskussion kamen politische Unruhen in der Türkei und Brasilien, ein lahmendes Wachstum in China sowie Unsicherheiten rund um die Euro-Zone.

„Der größte Druck auf Schwellenländerindizes rührte von Investoren, die Ende 2012 die Liquiditätsschwemme genutzt haben, um in den aufstrebenden Märkten einmal mehr pauschal auf Wachstum zu setzen“, sagt Nick Price, Fondsmanager bei Fidelity. „Bei den ersten Anzeichen einer bevorstehenden Zinswende, stürmten diese Investoren alle gleichzeitig aus dem Ausgang.“

Als die Fed schließlich tatsächlich ernst machte und sein Bond-Kaufprogramm drosselte, fiel der MSCI-Index zwar; der Verlust war allerdings längst nicht vergleichbar mit den Einbrüchen vom Juni oder September. Dies dürfte auch eine Signalwirkung für kommendes Jahr haben. In anderen Worten: Die Schwellenländer als Anlageklasse haben die schlimmsten Einbrüche hinter sich.

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