Schwellenländer
Anlagemöglichkeiten und Schwerpunkte

Bei der Abgrenzung von Schwellenländern richten sich Anleiheexperten nach der gängigen Definition. Danach sind Emerging Markets Staaten mit einem Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 10 000 Dollar pro Jahr. Die Ratingagenturen bewerten allerdings die Kreditwürdigkeit vieler Schwellenländer schon so hoch wie die von großen Industrienationen.

Über 40 Prozent der Emittenten aus dem Index für Schwellenländeranleihen von JP Morgan haben heute Ratings im so genannten Investment-Grade für solide Schuldner. Beispiele sind Mexiko, Chile, Südafrika, China und viele osteuropäische Staaten.

Bei der Auswahl von Fonds für Schwellenländer-Anleihen sollten Anleger deshalb genau darauf achten, ob der Fondsmanager mehr auf die solideren Schuldner zurückgreift, oder ob er mit den riskanteren Schuldnern höhere Risiken eingeht. Wichtig ist außerdem, ob der Fonds nur auf Staatsanleihen oder auch auf meist weniger sichere Unternehmensbonds setzt. Achten sollten Anleger außerdem auf das Währungsrisiko.

Beispiele: „Aufs Ganze geht zum Beispiel der Pioneer Funds Emerging Markets Bonds“, sagt Carsten Hermann vom Fondsresearchhaus Feri. Ein großer Anteil der Anleihen im Fonds – darunter viele Unternehmensanleihen – hat Ratings unterhalb des Investment-Grade. Außerdem sichert der Fonds seine Dollar-Anlagen nicht gegenüber dem Euro ab. In diesem Jahr hat das den Anlegern dank des starken Dollars immerhin satte Gewinne gebracht.

Der Schroder ISF-Emerging Markets Debt etwa geht dagegen weniger Risiken ein. In Dollar hat der Fonds in diesem Jahr zwölf Prozent zugelegt, weitgehend durch Wechselkursgewinne. Die Euro-Tranche ist zwar gegen Währungsrisiken abgesichert, machte wegen der schwachen Bondentwicklung aber trotzdem Verluste.

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