Schwellenländer
Chancen bleiben trotz Kratzern am Image

Emerging Markets sind auf dem Rückzug. Immer mehr Anleger ziehen ihre Gelder aus Schwellenland-Fonds und -Aktien ab. Renditen können aber weiterhin erzielt werden – allerdings nicht ganz ohne jedes Risiko.
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Für die Märkte der Schwellenländer war der Mai ein Monat zum Vergessen. Die Währungen der aufstrebenden Staaten rutschten gegenüber dem Dollar auf das niedrigste Niveau seit Monaten, mitunter seit Jahren. Fonds mit dem Fokus auf Schwellenland-Anleihen verzeichneten zum ersten Mal in diesem Jahr Mittelabflüsse. "Die Saat des Zweifels wurde gesät, was die Entwicklung der Schwellenmärkte angeht", glaubt UBS-Stratege Manik Narain. Andere Experten verweisen jedoch auf die langfristigen Chancen, die sich in Emerging Markets bieten.

Nach Daten des Analysehauses EPFR Global zogen Anleger in der Woche zum 29. Mai unterm Strich 229 Millionen Dollar aus Schwellenland-Fonds ab. Aus Aktien-Fonds floss mit 2,9 Milliarden Dollar sogar so viel Geld wie seit Ende 2011 nicht mehr. Einige Investoren fürchten, dass Emerging Markets von dem sich abzeichnenden Aufschwung in den USA kaum profitieren werden, weil sich die weltgrößte Volkswirtschaft wieder stärker auf die Produktion im Heimatland konzentriert. Importe aus Schwellenländern könnten damit an Bedeutung verlieren.

Attraktiv blieben Staaten wie China oder Indien trotzdem, nachdem sie in den vergangenen zehn Jahren eine gewaltige konjunkturelle Entwicklung hingelegt hätten, sagt hingegen Susanne Hellmann, Geschäftsführerin von ING-Investment Management Germany. Zusammen mit Brasilien, Russland, Mexiko, Südkorea, Indonesien und Taiwan stünden sie heute für mehr als die Hälfte des globalen Wachstums. Hinzu kommt, dass auch die Staatsverschuldung und das Haushaltsdefizit vieler Länder vergleichsweise moderat ausfallen, wie Franz Kaim vom Vermögensverwalter Vertiva erklärt.

Kommentare zu " Schwellenländer: Chancen bleiben trotz Kratzern am Image"

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  • zit. "... meint Hellmann von ING: Vorsichtig muss man weiterhin bei kleineren Staaten wie etwa Korea sein."
    Was sucht eines der höchst entwickelten, schon fast post-industriellen Länder der Welt in einem Artikel über Emerging Markets? Wann nennt die Wallstreet die Volkswirtschaften, über die sie urteilt, endlich beim Namen!!?? Also: Neuseeland, Portugal, Zypern und Griechenland = "Agrarländer" (und nicht Industrie- oder gar Schwellenländer). Singapur, Taiwan, Korea(Süd) = Industrieländer (und nicht Schwellenländer), da in fast allen Entwicklungsfeldern dem Westen+Japan weit voraus. Indien = Entwicklungsland, und zwar extrem arm und rückständig in allen Indikatoren.

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