Schwellenländer
Warum Bric zu Bic wird

Die Aktienmärkte in den Bric-Staaten haben zuletzt rasant zugelegt. Viele Anleger fragen sich, ob es sich noch lohnt einzusteigen. Die Antwort der Experten ist eindeutig. Man müsse sich nur die Wachstumsraten anschauen, heißt es. China etwa meldete heute, dass seine Wirtschaft im dritten Quartal um 8,9 Prozent gewachsen ist. Die Bric-Begeisterung hat allerdings einen Haken.
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HB FRANKFURT. An der Börse wird wieder Geld verdient. Seit März geht es fast nur noch bergauf mit den Aktienkursen. An der New Yorker Wall Street und in Frankfurt, noch kräftiger aber in Schanghai, Bombay, Moskau oder Sao Paulo. Kleinere Rückschläge fallen da kaum ins Gewicht. Die großen Schwellenländer-Börsen sind die Stars der Stunde. Seit Jahresbeginn ist der MSCI Bric-Index, der Gradmesser für die großen Schwellenmärkte, um mehr als 87 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der MSCI World legte im selben Zeitraum gerade einmal 26 Prozent zu. Der große Rückschlag in den Schwellenländern, von dem Experten seit langem sprechen, ist bislang ausgeblieben. Es herrscht wieder Goldgräberstimmung.

Aber wie lange noch? Sind die Indizes in Brasilien, Russland, Indien und China nicht schon wieder viel zu weit vorgeprescht? Droht gar die nächste Blase?

Die Strategen der Fondsgesellschaften und Vermögensverwalter jedenfalls schwärmen munter weiter von den Chancen der aufstrebenden Märkte. Angesichts der Probleme in den entwickelten Volkswirtschaften werden Anleger "kaum an den attraktiven Wachstumsraten der wichtigsten Schwellenländer wie China und Indien vorbeikommen", sagt Erik Granade, Chefanlagestratege von Invesco.

Auch für Mark Mobius von Templeton Asset Management führt kein Weg an einem Investment in Schwellenländern vorbei: "Zwar unterbrach die globale Wirtschaftskrise teilweise die Wachstumsdynamik der Emerging Markets; wir erwarten jedoch, dass diese Märkte auch weiterhin langfristig wachsen werden."

Dass Länder wie China oder Indien eine immer stärkere Rolle in der Welt spielen werden, bezweifelt keiner der Experte. Für Anleger stellt sich jedoch die Frage, ob es sich jetzt noch lohnt einzusteigen. Ganz so einfach ist das nicht zu beantworten.

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