„Sell in May and go away“
Tanzen im Mai die Bären an der Börse?

Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür, Zeit der Börse den Rücken zu kehren? Genau das besagt nämlich eine alte Börsenweisheit. Doch Experten zweifeln, dass „Sell in May“ in diesem Jahr die richtige Strategie ist.
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DüsseldorfMehr als 20 Prozent hat der Dax seit Jahresbeginn zugelegt, seit dem Frühjahr 2009 haben sich die deutschen Standardwerte im Schnitt sogar verdreifacht. Da denkt so mancher Anleger schon mal über Gewinne nach. Und mit dem Blick auf den Kalender erinnern sich viele in diesen Tagen an eine alte Börsenweisheit: „Sell in May and go away“. Sie gehört zu den Klassikern der klugen oder weniger klugen Sprüche über die Besonderheiten der Märkte.

Aber was ist dran, an der Börsenregel? Erzielen Investoren wirklich eine Überrendite, wenn sie der Börse im Sommer fernbleiben? Glauben sie dieser populären Börsenweisheit, dann sind Juni, Juli und August keine guten Börsenmonate. Im Sommerloch sind die Umsätze schwach und die Kurse purzeln. Satte Renditen sind erst wieder im Herbst einzufahren. Das zumindest besagt der zweite Teil der alten Regel: „But remember to come back in September.“

Dass an der Weisheit durchaus etwas dran ist, zeigen Studien immer wieder. Auch eine aktuelle Untersuchung der technischen Universität Darmstadt bestätigt die Saisonalität an den Märkten. Dirk Schiereck und Christopher Welkoborsky haben die Entwicklung der Indizes der Dax-Familie inklusive der Brancheindizes sowie den MSCI Germany, den MSCI World und den MSCI All Country World untersucht. Das Ergebnis für die vergangenen 25 Jahre ist deutlich: „Diese Börsenweisheit stimmt in fast 70 Prozent der untersuchten Jahre, aber eben nicht immer“, sagt Schiereck. „Abweichungen gibt es immer dann, wenn wir extreme Krisenszenarien wie etwa die Lehmann-Krise oder massive Eingriffe wie in den vergangenen Jahren durch die Notenbanken beobachten.“

In allen anderen Jahren gilt ganz klar: Anleger erzielen dann höhere Kursgewinne, wenn sie ihre Aktienbestände im Mai verkaufen und erst im September auf das Parkett zurückkehren. Auch wenn die Statistik den Klassiker unter den Börsenweisheiten bestätigt, ist das Sprüchlein keinesfalls unumstritten. Kalenderzeitregeln messen lediglich Häufungen der Vergangenheit, meinen diejenigen, die mit der Regel wenig anfangen können.

Erfahrene Investoren wie Vermögensverwalter Frank Lingohr können sich deshalb auch nicht für die alte Börsenweisheit begeistern: „Ich halte nicht viel von saisonalen Kauf- oder Verkaufsregeln“, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. „Oder um Marc Twain zu bemühen: Es gibt zwölf Monate, in denen man am besten kauft. Oder verkauft.“

In den vergangenen Jahren funktionierte „Sell in May“ außerdem deutlich schlechter als früher. Seit 2000 hat sich die Regel sechs Mal als wahr erwiesen, aber neun Mal eben nicht. Damit ist die Bestätigung vor allem in der jüngsten Vergangenheit ausgeblieben. Zu beurteilen, ob diese Börsenregel noch wirksam und gültig ist, ist deshalb schwierig - und eigentlich auch immer nur rückblickend möglich.

Kommentare zu " „Sell in May and go away“: Tanzen im Mai die Bären an der Börse?"

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  • Die 11700er Calls schon fast wertlos...jetz schon über 400% Rendite...es ist so einfach wenn man das System verstanden hat...auf die FUTUREmaschinen der Reichen und ihre Stopbuys ist wie üblich Verlass....auch heute wieder die besten kurse VOR Xetrastart...aber das meistgehandelte Derivat wieder der 12000er Put....die lernen es nie

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ist schon sehr auffällig...die besten Kurse für Calls immer VOR Xetrastart....morgens kaufen...NACHmittags verkauffen...klappt immer...denn am NACHmittag wird hochgekauft...ist so üblich und einfach zu handeln....ein Sebstbedienungsladen der Reichen..denn DIE kaufen mit ihren Maschinen nur die knappen Calls...heute der 11700er CaLL schon fast wertlos...jetzt schon 300% Rendite

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