Sorge um die Lage der US-Wirtschaft
Skepsis der US-Millionäre steigt

Amerikas Reiche sehen schwierigere Zeiten auf die Börse zukommen. Normalerweise beurteilen die Millionäre in den Vereinigten Staaten die Aussichten für die Kapitalmärkte deutlich optimistischer als der Durchschnittsbürger. Doch bei der jüngsten Umfrage unter Wohlhabenden und sehr Wohlhabenden im September fiel der Millionärs-Index der Spectrem Group auf den Wert von fünf und damit auf den tiefsten jemals gemessenen Stand.

mm NEW YORK. Spectrem begann im Februar 2004 mit Umfragen unter 250 Haushalten, mit einem frei verfügbares Vermögen von mehr als 500 000 Dollar. 100 der Befragten sind gemessen an diesem Kriterium Millionäre.

Im August stand der Millionärs-Index noch bei elf. Sein Jahreshoch markierte das Marktbarometer im Februar mit einem Stand von 21. Ein Wert von fünf signalisiert, dass die Reichen ihre Investmentaussichten nunmehr nicht mehr optimistisch, sondern neutral beurteilen.

Die größten Sorgen machen sich die Millionäre um die Lage der US-Wirtschaft und die explodierenden Öl- und Gaspreise. In dieser Woche sorgte die Furcht vor einer Abkühlung im Dienstleistungssektor und die Angst vor weiter steigenden Leitzinsen für Kursverluste an der Wall Street. Aber auch der Ausgang der Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr hat viele Reiche verstimmt. Dagegen sorgen die jüngsten Hurrikans für deutlich weniger Skepsis. 71 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie die US-Wirtschaft nur kurz belasten werden.

Noch würden die Reichen keine Konsequenzen aus ihrem wachsenden Pessimismus ziehen und Aktien verkaufen, meint George Walper, Präsident von Spectrem. Sollten die Umfragewerte aber in den kommenden Monaten weiter fallen, könnte eine solche Bewegung durchaus einsetzen.

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