Soros, Paulson, Buffett
Börsengurus stellen sich auf Krise ein

Paulson hortet Gold, Buffett verkauft seine Lieblingsaktien, Soros verscherbelt Bankaktien. Was hinter den jüngsten Käufen und Verkäufen der bekanntesten Spekulanten steckt - und welche Strategie sie für die Krise haben.
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DüsseldorfMilliardenschwere Investoren bereiten sich auf schwierigere Zeiten an der Börse vor. Besonders beliebt ist Gold. Bei Aktien fallen vor allem Verkäufe auf. Das zeigt ein Blick in Daten der US-Börsenaufsicht SEC, bei der Investoren ihre Käufe und Verkäufe vierteljährlich melden müssen. Einige Wochen nach Ende des Quartals werden diese veröffentlicht. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem zweiten Quartal 2012.

Danach haben sowohl George Soros als auch John Paulson ihre Beteiligung am SPDR Gold Trust, dem weltgroßen Goldfonds, deutlich aufgestockt. Wie aus dem Bericht der SEC hervor geht, erhöhte Paulson & Co. seine Bestände um 26 Prozent auf. Der Goldfonds ist die größte Position in seinem Portfolio. Wert: 3,4 Milliarden Dollar. Paulson gilt schon lange als Anhänger von Gold. In den vorhergegangenen Monaten hatte er allerdings größere Positionen verkauft, um Anleger auszahlen zu können. Dass Paulson nun wieder Gold kauft, werteten Börsianer als gutes Zeichen. „Die Tatsache, dass der Mann, der das meiste Geld mit seinem Gold-Fonds macht, seine Anteile erhöht, sollte Gold-Optimisten Selbstvertrauen geben“, sagte Mihir Dange, Goldhändler bei Arbitrage LLC, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Dagegen sieht der Anteil von Soros Fund Management am SPDR Gold Trust vergleichsweise bescheiden aus. Soros hält Anteile im Wert von 137 Millionen Dollar. Entscheidend ist hier die Veränderung zum Vorquartal: Soros erhöhte seine Position um 176 Prozent.

Damit nutzten die Investoren einerseits den günstigeren Goldpreis. Der Preis für eine Feinunze war zwischen Anfang April und Ende Juni so stark gefallen wie seit 2008 nicht mehr. Gleichzeitig lassen die Goldkäufe darauf schließen, dass sich die Investment-Profis auf steigende Inflationsraten einstellen.

Um die Konjunktur zu stützen, hat die US-Notenbank billiges Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt. Sie hat die Leitzinsen auf ein Rekordtief gesenkt und zwei Anleihekaufprogramme im Volumen von 2,3 Billionen Dollar auf den Weg gebracht. Doch mit jedem Dollar, den die Fed druckt, entwertet sie die Dollars, die sich in Umlauf befinden. Die Folge dieser Geldpolitik: Inflation. Umgekehrt gewinnt die Krisenwährung Gold an Wert. Anders als Papiergeld ist Gold nicht beliebig vermehrbar. „Es geht um die Lockerung der Geldpolitik, und zwar insbesondere der Fed, und der Markt erwartet für diesen Fall Preissteigerungen“, sagt Vermögensverwalter Walter Hellwig von BB&T Wealth Management.

Bald könnte die Fed ein neues Anleihekaufprogramm - im Finanzjargon QE3 genannt - auflegen. Fed-Chef Ben Bernanke hat bereits signalisiert, dass er zu weiteren Geldspritzen bereit ist.

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Kommentare zu " Soros, Paulson, Buffett: Börsengurus stellen sich auf Krise ein"

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  • Die 10 aufgelisteten Positionen in Buffet's Portfolio machen zusammen über 90% aus. Darüber hinaus hält er noch IBM mit knapp 20%. D.h. allein 11 Positionen machen ca. 110% aus, ohne Berücksichtigung weiterer Beteiligungen, wie bspw. Munich Re. Irgend etwas passt da nicht zusammen!

  • Lieber Herr Hackhausen,
    Sie schreiben "Entscheidend ist hier die Veränderung zum Vorquartal: Soros erhöhte seine Position um 176 Prozent."

    Wenn Soros sein Investment in Gold von 1 oz auf 2 oz erhöht hätte, hätten Sie dann die Schlagzeile "Soros erhöht seine Position um 200 Prozent!" gebracht?

  • Einen Schrebergarten!!
    "und welche Strategie sie für die Krise haben".?

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