Sparkonten
Tages- und Festgeld: Wie sicher ist die Bank?

Nach der Zustimmung des Bundesrates sind Einlagen ab Juli besser geschützt. Die gesetzliche Einlagensicherung wird erweitert. Auch Konten bei Auslandsbanken sind in den jeweiligen Ländern abgesichert. Welche Banken ihren Kunden die höchste Sicherheit bieten. Und wo es die besten Zinsen gibt.

HB DÜSSELDORF. Der Alptraum hat ein Ende. Nach Angaben der Kaupthing-Bank erhalten Anfang nächster Woche alle 30 000 deutschen Sparer ihre Einlagen zurück. Die Kunden warten seit dem Zusammenbruch der isländischen Bank im Oktober vergangenen Jahres auf die Überweisung. Ein Streit zwischen der mittlerweile verstaatlichten Bank und den deutschen Stellen verzögerte die Auszahlung.

Sparkonten bei deutschen Instituten waren bisher von der Finanzkrise nicht betroffen und sind aktuell bei Anlegern besonders beliebt. Laut Bundesbank stieg die Summe der Spareinlagen bei inländischen Banken seit September 2008 bis April diesen Jahres um rund 30 Mrd. Euro an. Besonders Sparkassen profitieren: Sie verzeichnen ein Plus von rund neun Mrd. Euro.

Anlagen auf Zinskonten werden ab Sommer noch sicherer. Der Bundesrat stimmte einem entsprechendem Gesetzesantrag zu, so dass Spareinlagen bei deutschen Banken ab Juli bei einer Pleite des Instituts bis zu einer Höhe von maximal 50 000 Euro gesetzlich geschützt sind. Bisher lag die Sicherung bei 20 000 Euro. Ab dem Jahr 2011 soll sich die Grenze auf 100 000 Euro erhöhen.

Im Insolvenzfall der Bank erfolgt die Überweisung demnach künftig ohne Abzüge innerhalb eines Monats. Bislang galt die Garantie nur für 90 Prozent des angelegten Betrages, maximal 20 000 Euro. Auf die Erstattung mussten Kunden bis zu drei Monate warten. Die Regierung richtet sich mit dem neuen Recht nach Vorgaben aus der EU.

Bei den meisten deutschen Anbietern sind die Kunden weit über das Mindestmaß hinaus geschützt. Bei einem Ausfall der Bank zahlt zuerst die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung. Bei Beträgen über 50 000 Euro greifen zusätzliche Sicherungssysteme der Bankengruppen. Die Obergrenzen bei privaten Banken orientieren sich an der Bilanz der jeweiligen Bank: 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals sind geschützt. Bei der Deutschen Bank sind etwa Beträge bis zu einer Höhe von 7,6 Mrd. Euro gesichert, bei der deutlich kleineren Netbank bis zu 9,8 Mio. Euro.

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