Spartipps zum Jahresende : Spenden – und gleichzeitig sparen

Spartipps zum Jahresende
Was Sie jetzt noch erledigen sollten

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Spenden – und gleichzeitig sparen

Für Ehegatten

Sie erwarten ein Kind und wissen schon jetzt, wer das Elterngeld beantragen wird? Dann sollte der- oder diejenige möglicherweise noch schnell die Steuerklasse wechseln, da Leistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld vom Nettoeinkommen berechnet werden. Der Partner, der sein Netto steigern will, sollte in die Steuerklasse III wechseln, in der man weniger Steuern zahlt. Generell gilt: Verheiratete Arbeitnehmer sollten vor dem Jahreswechsel prüfen, ob ihre Lohnsteuerklassen noch passen. Ehepaare haben die Wahl zwischen der Steuerklassenkombination IV/IV (für annähernd gleich hohe Einkommen geeignet), III/V (sinnvoll bei Einkommensdifferenzen) und dem Faktorverfahren (Steuerentlastungen wirken sich beim jeweiligen Partner direkt aus).
Achtung: Wer die Kombination III/V oder das Faktorverfahren wählt, muss später eine Einkommensteuererklärung machen.

Für Sparer

Für Kapitalerträge wie Zinsen oder Dividenden ziehen Banken und Sparkassen automatisch die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer ein. Steuerzahler mit geringem Jahreseinkommen können sich von dem Abzug befreien lassen, in dem sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragen. Sie gilt in der Regel für drei Jahre. Die NV-Bescheinigung ist für alle sinnvoll, die geringe Arbeitseinkommen oder Renten, aber ein hohes Kapitalvermögen haben. Alle anderen Sparer sollten zumindest einen Freistellungsauftrag stellen. Kapitalerträge bis zu 801 Euro (Singles) oder 1602 Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren bleiben dann steuerfrei. Erträge, die darüber hinaus gehen, müssen versteuert werden.

Tipp: Wer Konten bei verschiedenen Kreditinstituten hat, kann Verluste aus dem einen Depot mit Gewinnen aus dem anderen Depot verrechnen. Dazu muss man sich jedoch die Verluste von seinem Geldhaus bescheinigen lassen. Diese Verlustbescheinigung müssen Sie sich bis zum 15. Dezember von der Bank holen.

Für Spender

Die Vorweihnachtszeit ist traditionell die Zeit, in der Menschen spenden. Kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Spenden können bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben in der Steuererklärung eingetragen werden. Bei Spenden bis 200 Euro sind keine Spendenbescheinigungen nötig, der Kontoauszug nebst Beleg der Spendenorganisation reicht. Für Spenden an anerkannte Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge unterstützen, reichen der Kontoauszug oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking auch dann aus, wenn die Spende höher ist als 200 Euro. Dieses gilt bis zum 31. Dezember dieses Jahres.
Tipp: Wenn Sie 2016 schon so viel gespendet haben, dass Sie die 20-Prozent-Grenze überschreiten, können Sie Spenden in das nächste Jahr vortragen.

Für Planer

Wer jetzt schon absehen kann, dass er im kommenden Jahr hohe Ausgaben für den Beruf haben wird oder dass enorme Gesundheitskosten auf ihn zukommen, kann entsprechende Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Der Vorteil: Statt am Ende mit dem Finanzamt abzurechnen und sich zu viel gezahlte Steuern dann erst zurückzuholen, zahlt man von Anfang an weniger Steuern. Wer bereits ab Januar 2017 profitieren möchte, sollte jetzt aktiv werden und den Antrag noch in diesem Jahr beim Finanzamt stellen.

Man sollte Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen, wenn hohe Aufwendungen absehbar sind. Das können Werbungskosten sein, die die 1000-Euro-Pauschale übersteigen. Möglich ist das etwa, weil man umzieht und sich der Arbeitsweg verlängert oder weil man auswärts arbeitet und deshalb Mehrausgaben für die doppelte Haushaltsführung hat. Auch Sonderausgaben wie Unterhaltszahlungen an den oder die Ex oder außergewöhnliche Belastungen etwa für eine teure OP, die von der Kasse nicht bezahlt wird, können Gründe für Freibeträge sein. Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen mehr als 600 Euro im Jahr betragen (bei Werbungskosten: 1000 Euro). Man kann den Antrag für zwei Jahre stellen.

Um den Antrag zu stellen, braucht man das amtliche Formular des Finanzamts. Wer sich Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lässt, ist zudem gezwungen, später eine Steuererklärung zu machen. Das Finanzamt rechnet nach. Ändern sich die Umstände, auf denen der Freibetrag beruht, muss man das Finanzamt umgehend informieren.

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Kommentare zu " Spartipps zum Jahresende : Was Sie jetzt noch erledigen sollten"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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