Sparziele festlegen und Risikobereitschaft analysieren
Wie Anleger Anfängerfehler vermeiden

Mit der Unsicherheit bei der staatlichen Altersvorsorge wächst der Druck, sein Geld nicht nur sicher, sondern auch rentabel anzulegen. Doch wie finden sich Anleger im Dschungel der verschiedenen Anlageformen zurecht, ohne teure Fehler zu begehen?

Noch bevor der erste Euro investiert ist, sollte der Anleger seine Sparziele, die damit verbundenen Laufzeiten und die passenden Anlageformen festlegen - und seine Risikobereitschaft analysieren.Für Anleger, die beim kleinsten Aktienkursrückgang Schweißausbrüche bekommen, sind weniger spekulative Investitionsformen wie offene Immobilienfonds oder geldmarktnahe Fonds die bessere Alternative.Wer mehr riskieren will, dem stehen der direkte Aktienkauf oder der Erwerb von Aktienfondsanteilen offen.

Vor dem direkten Aktienkauf sollte die Fundamentalanalyse der ausgewählten Gesellschaft stehen.Wichtig ist vor allem, dass die Marktstellung und die Bewertung des Unternehmens stimmen.Neuaktionären ist zu raten, zunächst in echte Substanzwerte zu investieren - also Unternehmen, die mindestens drei positive Jahresabschlüsse aufweisen und Dividenden zahlen.

Die Chancen hängen auch von der aktuellen Bewertung der Aktie ab.Um sie zu analysieren, gibt es neben anderen Kennzahlen das Kurs-Gewinn-Verhältnis, bei dem der Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie geteilt wird.Ein Papier gilt als unterbewertet, wenn es ein niedrigeres KGV aufweist als der Durchschnitt der jeweiligen Branche.

Die Aktie sollte ins eigene Depot passen.Es macht keinen Sinn, einem stark High-Tech-lastigen Portfolio weitere Werte dieser Branche hinzuzufügen.Einige Anleger begehen auch andere handwerkliche Fehler.Kauf- oder Verkaufsaufträge werden ohne Angabe eines Limits abgegeben, Gewinne werden nicht per Stop-Loss-Order gesichert, Verlustbringer bleiben in der Hoffnung auf bessere Zeiten im Depot, obwohl das Geld in anderen Werten rentabler angelegt wäre - oder der Anlagehorizont ist zu kurz.Wer Aktien kauft, sollte mit einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren rechnen.Das Minimum sind zwölf Monate.Denn wer Aktien kürzer als ein Jahr hält, muss Kursgewinne versteuern.

Jürgen Kurz ist Pressesprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

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