Spekulationen mit „Gewinnern“ und „Verlierern“ gehen trotz der Erfolge in den letzten Jahren nur selten auf
Einfache Anlagestrategien sind riskant

Die Zeiten der großen Spekulanten sind längst vorbei. Nachdem sich viele Anleger an Aktien aus dem neuen Markt die Finger verbrannt haben, werden alt bewährte Anlagestrategien immer beliebter. Doch gerade bei den einfachsten Strategien mahnen viele Aktienstrategen trotz der jüngsten Erfolge zur Vorsicht.

DÜSSELDORF. In den vergangenen Jahren war vor allem eine Mischung aus antizyklischer und zyklischer Anlage lukrativ. Die Idee ist ganz einfach: Anleger setzen bei gleich bleibenden Kursen auf Aktien, die in den vergangenen Monaten besonders gut gelaufen sind. Dreht die Stimmung am Markt, sollten diese Papiere verkauft werden und das Geld in Titel, die zuvor zu den Verlieren zählten, investiert werden.

Dass mit dieser Strategie – zumindest in der jüngsten Vergangenheit – am deutschen Markt tatsächlich Gewinne zu erzielen waren, beweist ein Blick auf die Kurse. Wer etwa Ende 2000, einem Jahr in dem der Dax 7,5 % einbüßte, auf die fünf größten Gewinner (Altana, Schering, Münchener Rück, Eon und RWE) setzte, verlor im Folgejahr nur knapp 4 %, während der Dax rund 20 % einbrach. Die Altana-Aktie, die 2000 mit einem Plus von 150 % am meisten gewann, legte im Folgejahr als einziger Standardwert weiterhin deutlich zu.

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