Spezial-Anleihen bieten Rendite-Kick
Genussscheine stabilisieren das Depot

Besitzer von Genussscheinen können sich glücklich schätzen. Denn die Papiere zeigten sich – anders als Anleihen von Industrieunternehmen und Banken – auch in den vergangenen Wochen sehr stabil. Dazu bieten Genussscheine im Schnitt immer noch gut einen Prozentpunkt mehr Rendite als Bundesanleihen.

cü HB FRANKFURT/M. Wer vor zwei Jahren Genüsse kaufte, konnte sich damit sogar Renditeaufschläge von bis zu acht Prozentpunkten sichern. „Die aktuellen Aufschläge liegen aber immer noch leicht über dem historischen Niveau“, sagt Ulrich Teutsch, der für Cominvest den „Adig Genussscheinfonds“ managt.

Genussscheine sind eine Besonderheit des deutschen Kapitalmarkts. Wie Anleihen werden sie meist am Ende zurückgezahlt und haben einen Zinsschein (Kupon). Ob die Genussscheine bedient werden, hängt allerdings wie die Dividende bei Aktien davon ab, ob der Emittent einen Bilanzgewinn ausweist. Entfällt dieser, können auch die Genussscheininhaber leer ausgehen. Oft werden die Zinszahlungen, die man bei Genüssen Ausschüttungen nennt, jedoch nachgeholt, wenn es dem Unternehmen besser geht.

Für Anleger kann es aber schwierig sein, überhaupt noch an die Papiere zu kommen. „Die Nachfrage nach Genussscheinen ist zwar weiterhin groß, doch der Markt trocknet langsam aus“, sagt Ralf Burmeister von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Im vergangenen Jahr gab es gerade Mal neue Genussscheine über 290 Mill. Euro. Gleichzeitig wurden viele Papiere fällig.

Der gesamte Markt hat inzwischen nur noch ein Volumen von rund 16 Mrd. Euro und ist damit deutlich kleiner als allein die 2015 fällige Bundesanleihe. Dass der Markt so illiquide ist, gilt unter Experten auch als einer der Hauptgründe dafür, dass sich Genussscheine auch in den vergangenen Wochen so gut gehalten haben.

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