Stiftungen und Fonds
Anlegen wie die Bertelsmänner

Bosch, Hertie, Bertelsmann: Milliardenschwere Stiftungen stecken ihr Geld gern in Fonds, die auf Werterhalt aus sind – und ordentliche Renditen schaffen. Auch Privatanleger können investieren. Welche Fonds vorne liegen.
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FrankfurtEs gab schonmal bessere Zeiten für Anleger. Die Landschaft für gut rentierliche, nicht allzu riskante Investments ist im Zinstief sprichwörtlich ausgedörrt. Klassische, sichere Staatsanleihen dümpeln mit Renditen unter einem Prozent vor sich hin. Zuletzt waren auch die Aktienmärkte sehr schwankungsanfällig. Risiko streuen lautet die Devise daher mehr denn je – und hier kommt eine Anlageklasse ins Spiel, an die vielleicht nicht jeder Privatanleger sofort denkt.

Die Rede ist von Fonds, die von den Fondshäusern eigens für die Bedürfnisse von gemeinnützigen Stiftungen entworfen werden. Deren – gesetzlich vorgegebenes – Ziel ist es, das Vermögen zu erhalten. Milliarden Euro schwere Stiftungen, wie die Hertie oder Bertelsmann Stiftung, leisten sich in der Regel eigene professionelle Vermögensmanager und investieren Stiftungsgeld in derartige Fonds. Der Vorteil: Auch Privatanleger können meistens in die Fonds einsteigen.

Anlegern raten Experten allerdings, sich die Strategien der Fonds genau anzuschauen. Denn: Längst nicht alle Anbieter erfüllen ihr Versprechen, stabile Erträge zu erzielen. Das zeigt eine Studie des Fondsberaters Fonds Consult, die dem Handelsblatt vorliegt. „Die Diskrepanz zwischen den Ausschüttungsquoten und dem Bedarf von Stiftungen wird größer“, sagt Analyst und Studienautor Harald Braml. „Es gibt große Qualitätsunterschiede“.

Was die Anlagen betrifft, bemühen sich die Anbieter „meist um einen defensiven Mix aus Anleihen, Aktien und immer stärker auch anderen Anlagen“, so Braml. Höchstens 30 Prozent Aktien sollen das Vermögen nicht zu stark schwanken lassen. Dazu kommen Immobilien, Rohstoffe, Gold, Derivate. Ökologische und soziale Kriterien sind vielen Fonds wichtig. Manager müssten zudem flexibel auf Marktentwicklungen wie steigende Kapitalmarktzinsen reagieren.

Mindestens drei Prozent ihres Vermögens benötigen die mehr als 20.000 gemeinnützigen Einrichtungen im Land im Schnitt pro Jahr an Ertrag. Die Auswertung von Fonds Consult zeigt, dass die besten Stiftungsfonds in den vergangenen drei Jahren eine Rendite zwischen knapp sieben und neun Prozent im Jahr geschafft haben (siehe Kurztextgalerie). Insgesamt hätten sich gute Fonds meist behauptet.

Ganz oben im Ranking steht der „Bethmann Stiftungsfonds“, der in den letzten Jahren besonders von der guten Entwicklung bei Anleihen profitierte. Im Fall steigender Zinsen darf das Management allerdings neben Aktien nur Liquidität halten.

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Kommentare zu " Stiftungen und Fonds: Anlegen wie die Bertelsmänner"

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  • Die Bauern sind leider nicht echt es ist der Forum- Schwätzer.

  • Sie sind nicht Hr.Spiegel. Herr Spiegel würde nie Steuern bezahlen oder meinen Sie, jeder ist blöd.

  • Bin halt n Looser
    mit sicherem Griff immer in die Nassen
    minus 4 % zZ na ja kann man nix machen
    vielleicht verraten die Herren Bauer ja mal was

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