Strafzölle gefordert
Apple, Trump und der China-Fluch

Apple, Amazon und Facebook stehen an der Börse unter Druck. Der Grund: In Peking werden Stimmen laut, US-Firmen zu bestrafen, falls Trump seine China-Drohungen wahr macht. Eine Staatszeitung fordert extreme Reaktionen.
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PekingWas hat Donald Trump China nicht alles vorgeworfen. „Wir können China nicht erlauben, unser Land zu vergewaltigen“, hatte der designierte US-Präsident während einer Wahlkampfveranstaltung in Fort Wayne in Indiana gesagt. Immer wieder hatte er einen harten Kurs gegenüber Peking angekündigt. Mit bis zu 45 Prozent Steuer werde er chinesische Importe belegen, hatte Trump angekündigt.

Und nun? Während die politische Führung in Peking über den Kurs des künftigen US-Präsidenten spekulieren, werden in China Stimmen lauter, die ihrerseits einen harten Kurs gegenüber den USA ins Spiel bringen. Besonders lautstark hat sich die Staatszeitung Global Times positioniert.

In einem Leitartikel forderte das Schwesterblatt der kommunistischen Parteizeitung harte Antworten, falls Trump seine Anti-Chinapolitik umsetze. Auge um Auge müsse Peking auf jeden Schritt der USA reagieren. „Eine Tranche von Boeing-Bestellungen könnten durch Airbus ersetzt werden. US-Autos und iPhone-Verkäufe in China würden einen Rückschlag erleiden. Und Importe von Sojabohnen und Mais aus den USA könnten gestoppt werden“, forderte das Blatt.

Die Apple-Aktie gab bereits nach. Der Kurs lag zum US-Handelsschluss am Montag 2,5 Prozent im Minus. Dabei hatte das US-Unternehmen schon im dritten Quartal deutlich unter einem schwächeren Geschäft in China gelitten. Das neueste iPhone-Modell verkauft sich schwächer als von Analysten erwartet. Bei Apple sackte der Umsatz in China um ein Drittel auf 8,85 Milliarden Dollar ab.

Chinas Präsident Xi Jinping wand sich am Montag direkt in einem Telefongespräch an Trump. „Tatsachen belegen, dass Kooperation die einzig richtige Wahl für China und die Vereinigten Staaten ist“, sagte Xi laut Berichten von Staatsmedien. 37 Jahre diplomatischer Beziehungen hätten Vorteile für die Menschen beider Staaten gebracht, den globalen Frieden gestärkt und Stabilität erreicht.

Ähnlich hatte sich zuvor bereits der Sprecher des Außenministeriums, Lu Kang, geäußert. Er hatte Trumps Vorwürfe an China zurückgewiesen. Von dem Handel zwischen beiden Staaten hätten sowohl China als auch die USA profitiert.

Trumps Büro teilte nach dem Gespräch mit, beide Männer hätten in der Unterhaltung gegenseitigen Respekt aufgebaut. „Der designierte Präsident Trump hat zum Ausdruck gebracht, dass seiner Meinung nach die beiden Führer eine der stärksten Beziehungen für beide Staaten aufbauen werden.“

Stephan Scheuer ist China-Korrespondent des Handelsblatts. Quelle: Mirela Hadzic für Handelsblatt
Stephan Scheuer
Handelsblatt / Korrespondent China

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