Strategen befürchten keine Auswirkungen des schlechten Jahresauftakts – „Januar-Effekt“ bleibt diesmal aus: Aktienexperten halten an Prognosen fest

Strategen befürchten keine Auswirkungen des schlechten Jahresauftakts – „Januar-Effekt“ bleibt diesmal aus
Aktienexperten halten an Prognosen fest

Der schlechte Start ins Börsenjahr 2005 hat nach Ansicht internationaler Aktienstrategen keine negativen Auswirkungen auf die insgesamt positiven Prognosen für das Gesamtjahr.

FRANKFURT/M. Entgegen den optimistischen Vorhersagen, mit denen nahezu alle Banken ins neue Jahr gingen, hatten gerade die bedeutenden Indizes an der Wall Street im Januar deutlich verloren. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schaffte durch zwei starke Handelstage zum Monatsausklang zumindest noch ein ausgeglichenes Ergebnis. Dabei hatten doch alle auf den „Januar-Effekt“ gesetzt: Unter Börsianern gilt der erste Monat des Jahres als besonders renditereich.

Nur elf Mal verzeichnete der Dax in den vergangenen 40 Jahren im ersten Monat des neuen Jahres einen Verlust. Für den weiteren Jahresverlauf verhieß dies nichts Gutes: Misslang der Auftakt an der Börse, lag die Rendite zum Jahresende im Schnitt bei mageren 1,7 Prozent, haben die Analysten der WestLB errechnet.

Für den schlechten Start in das laufende Jahr macht Peter Oppenheimer, Chefstratege bei Goldman Sachs in London, zwei Gründe verantwortlich. Zum einen seien die weiter anziehenden US-Leitzinsen der Grund für Belastungen an den Aktienmärkten. Für die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch gilt es unter Strategen als ausgemacht, dass dort die Leitzinsen zum sechsten Mal in Folge seit Juni vergangenen Jahres auf dann 2,5 Prozent angehoben werden. Des Weiteren müssen die internationalen Aktienmärkte noch den starken Anstieg im Dezember verarbeiten.

„Wir haben weiterhin eine Schaukelbörse“, sagt Gerhard Schwarz von der Hypo-Vereinsbank. Im vergangenen Jahr entwickelten sich die Märkte im ersten und dritten Quartal negativ, im zweiten und vierten Quartal hingegen positiv. Solange der generelle Trend aber nach oben zeigt, ist der unerwartet schlechte Start ins Börsenjahr nicht beängstigend. Ausschlaggebend ist dabei auch, dass es derzeit keine neuen Trends an den internationalen Aktienmärkten gibt. „Themen wie die Abschwächung der Frühindikatoren, die starke Nachfrage nach Öl und Rohstoffen und die Schwankungen am Devisenmarkt haben bereits im vergangenen Jahr das Geschehen bestimmt“, sagt Gerhard Schwarz.

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