Strategen erwarten positive Impulse durch Aufwertung des chinesischen Yuans
Währungsspekulationen locken Anleger an Asiens Börsen

Die Aktienkurse an den asiatischen Finanzmärkten haben sich seit April positiv entwickelt. Die Aufwertung der chinesischen Währung Renminbi bringt nun noch zusätzliche Phantasie für die Börsen in Fernost. Aber auch die günstige Bewertung der Aktien stimmt Experten optimistisch.

DÜSSELDORF. China hatte Ende Juli überraschend bekannt gegeben, dass die langjährige Koppelung des Renminbis an den US-Dollar durch die Bindung an einen nicht näher definierten Währungskorb abgelöst werde. Die Landeswährung wurde zudem gegenüber dem Dollar um 2,1 Prozent aufgewertet.

Nach Einschätzung von Patrick Lo, Fondsmanager bei Fidelity Investments, wird die chinesische Währung zukünftig noch weiter aufwerten. Dabei könne die Renminbi-Aufwertung als eine Aufwertung aller asiatischen Währungen gesehen werden. Andere asiatische Zentralbanken hätten durch die Lockerung mehr Handlungsfreiheit bekommen und müssten bei einer Aufwertung ihrer Währung nicht befürchten, „dass ihr Land die Konkurrenzfähigkeit zu China verliert“, sagt Lo. Aus dieser Entwicklung könnten weitere Kurssteigerungen an den asiatischen Aktienmärkten resultieren. „Spekulationen über Währungsaufwertungen könnten zu erhöhten Kapitalflüssen nach China, Malaysia oder Hongkong führen, was sich positiv auf die Entwicklung der Aktienmärkte in diesen Ländern auswirkt.“

Zum Teil hat sich die Spekulation bereits an den Börsen der Region niedergeschlagen. Nach Einschätzung von Oliver Stönner-Venkatarama, Experte für Schwellenländer bei der Commerzbank, sind die asiatischen Aktienmärkte bereits in den vergangenen Monaten auch durch die Spekulation auf die Aufwertung der chinesischen Währung getrieben worden. „Das war ein Faktor, der zu dem Anstieg beigetragen hat“, sagt Stönner.

Diese Spekulation habe sich dabei aber nicht nur auf den Renminbi bezogen. Die Investoren hätten darauf gesetzt, dass andere Währungen von einer Aufwertung ebenfalls mitgezogen würden. Über Anlagen in lokaler Währung wie etwa Aktien hätten die Investoren indirekt die Devisen selbst gekauft, sagt Stönner. Ein Beispiel dafür seien Engagements im koreanischen Won.

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